Zugbegleiterin kämpft nach Übergriffen für mehr Sicherheit bei der Deutschen Bahn

Oswin Margraf
Oswin Margraf
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Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Zugunfalls mit Menschen in Helmen, die herumstehen, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Oswin Margraf

Zugbegleiterin kämpft nach Übergriffen für mehr Sicherheit bei der Deutschen Bahn

Zugbegleiterin Mandy Brune fordert bessere Sicherheitsmaßnahmen nach wiederholten Übergriffen

Nach wiederkehrenden Angriffen im Berufsalltag fordert die Zugbegleiterin Mandy Brune bessere Schutzvorkehrungen. Sie wurde mit verbalen Drohungen konfrontiert, physisch eingeschüchtert und erlebte eine beunruhigende Gleichgültigkeit seitens der Fahrgäste. Nun macht sie im Rahmen einer Kampagne auf die Risiken aufmerksam, denen Bahnmitarbeiter:innen täglich ausgesetzt sind.

Brune arbeitet seit Jahren als Zugbegleiterin, doch sie gibt zu, dass der Job zunehmend gefährlicher wird. Schon kleine Vorfälle – etwa wenn Fahrgäste versehentlich in den falschen Waggon einsteigen – können aggressive Auseinandersetzungen auslösen. In manchen Fällen musste sie bedrohliche Situationen allein bewältigen, während Umstehende tatenlos zusahen.

Ihre Erlebnisse spiegeln ein größeres Problem wider: 2023 registrierte die Deutsche Bahn 1.708 gewalttätige Angriffe auf Bahnmitarbeiter:innen. Die Zahlen, die auf eine parlamentarische Anfrage hin veröffentlicht wurden, unterstreichen die täglichen Gefahren für das Personal.

Brune engagiert sich nun in der Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" Die Initiative soll Reisende über die Herausforderungen aufklären, mit denen Zugbegleiter:innen und andere Verkehrsmitarbeiter:innen konfrontiert sind. Sie beobachtet erste kleine Veränderungen – manche Fahrgäste greifen mittlerweile ein, wenn die Stimmung kippt.

Auch die Gewerkschaften drängen auf Konsequenzen. Neithard von Böhlen, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Nordrhein-Westfalen, fordert unter anderem doppelt besetzte Schichten, Körperkameras für Mitarbeiter:innen und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Angriffe auf Zugpersonal. Brune unterstützt diese Forderungen, bleibt aber besorgt über die mangelnde Hilfsbereitschaft von Zeug:innen in Notfällen.

Die Kampagne setzt sich weiterhin für mehr Bewusstsein ein – in der Hoffnung, dass mehr Fahrgäste einschreiten, wenn sie Übergriffe beobachten. Die Polizeistatistiken zeigen das Ausmaß des Problems, während die Gewerkschaften auf strengere Schutzmaßnahmen pochen. Bis dahin arbeiten Zugbegleiter:innen wie Brune weiter – doch mit wachsender Nachfrage nach sicheren Arbeitsbedingungen.

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