Ohligser Umgestaltungspläne scheitern an scharfer Kritik der Unternehmen und Anwohner

Kilian Schlosser
Kilian Schlosser
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Eine Straßenszene in der Stadt mit einem geparkten Fahrrad, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern, Pfählen, Verkehrsampeln, Schildern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem klaren blauen Himmel.Kilian Schlosser

Ohligser Umgestaltungspläne scheitern an scharfer Kritik der Unternehmen und Anwohner

Die Pläne zur Umgestaltung der Zufahrtswege im Ohligser Stadtzentrum sind auf massive Kritik gestoßen und vorerst gescheitert. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksrats OAM brandete eine hitzige Debatte auf, in der Bezirksbürgermeister Thomas Westkämper die Vorschläge als "grundlegend fehlerhaft" verurteilte. Sie stellten eine direkte Bedrohung für ansässige Unternehmen und Anwohner dar, so sein Vorwurf.

Der Tagesordnungspunkt wurde schließlich vertagt, sodass die Zukunft des Projekts ungewiss bleibt.

Westkämper ließ in seiner Bewertung der Pläne der Stadtverwaltung keine Milde walten. Eine aktuelle Stellungnahme des zuständigen Stadtrats bezeichnete er als "im besten Fall realitätsfremd" und verwarf das gesamte Konzept als "Relikt aus der rot-grünen Ära". Besonders scharf kritisierte er den geplanten Wegfall von Parkplätzen – bis zu 70 durch die Neugestaltung des Cityrings und weitere 100 durch eine vorgesehene Fahrradroute.

Der Verzicht auf so viele Stellflächen würde den ohnehin schon angeschlagenen Einzelhandel in Ohligs "endgültig ersticken", warnte er. "Parkplätze einfach zu streichen, ist keine vernünftige Verkehrspolitik", betonte Westkämper und machte deutlich, dass die Last der Veränderungen vor allem Unternehmen und Anwohner tragen müssten. Die CDU-Fraktion schloss sich seiner Haltung an und erklärte die aktuellen Pläne für "inakzeptabel".

Trotz seiner scharfen Ablehnung signalisierte Westkämper Gesprächsbereitschaft. Er forderte einen intensiveren Dialog mit betroffenen Händlern und Anwohnern und bestand darauf, dass ein endgültiger Plan deren Bedürfnisse widerspiegeln müsse. Sein Ziel sei ein "vernünftiger Kompromiss", der die Interessen aller Verkehrsteilnehmer fair berücksichtige, so der Bezirksbürgermeister.

Vor einer weiteren Entscheidung verlangte er Nachbesserungen am lokalen Verkehrsplan. Ohne Änderungen bleibe das Projekt ein "Angriff auf die berechtigten Interessen" derer, die auf das Stadtzentrum angewiesen seien, warnte Westkämper.

Mit der Vertagung schweben die Umgestaltungspläne für Ohligs vorerst in der Schwebe. Unternehmen und Anwohner müssen nun abwarten, ob die Stadtverwaltung ihre Vorschläge überarbeitet oder an ihnen festhält. Westkämpers Drängen auf Verhandlungen deutet jedoch darauf hin, dass die Diskussion noch lange nicht beendet ist.

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