20 March 2026, 14:09

Moers' Bürgermeisterin wird Schirmherrin für christlich-jüdischen Dialog

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City, das Treppen, Geländer, Säulen, eine Tür und eine Wand zeigt.

Moers' Bürgermeisterin wird Schirmherrin für christlich-jüdischen Dialog

Bürgermeisterin Julia Zupancic übernimmt Schirmherrschaft für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers

Die Ankündigung erfolgte während eines Treffens mit dem Vorstand des Vereins, bei dem auch eine neue Broschüre zur örtlichen jüdischen Geschichte vorgestellt wurde. Die Gesellschaft setzt sich weiterhin für die Bewahrung des Gedenkens und den Dialog zwischen den Gemeinschaften ein.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Treffen markierte den offiziellen Beginn von Zupancics Rolle als Schirmherrin. Sie bekräftigte ihr Engagement, das Andenken an das jüdische Leben in Moers wachzuhalten und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Die Bürgermeisterin betonte zudem die Bedeutung, jüngere Generationen in diese Arbeit einzubinden.

Bei der Zusammenkunft präsentierte die Gesellschaft die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens", die sich mit dem jüdischen Erbe der Stadt auseinandersetzt. Für drei Euro erhältlich, liegt sie nun in öffentlichen Einrichtungen in Moers aus. Die Publikation beleuchtet die frühe Geschichte der jüdischen Gemeinde, von der – im Vergleich zu anderen rheinischen Städten – nur noch wenig aus der Zeit vor 1933 zeugt.

Der Verein pflegt seit Langem enge überregionale Kontakte, die bereits die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers brachten. Zu den früheren Preisträgern zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, die für ihre Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog ausgezeichnet wurden. Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende der Gesellschaft, beschrieb deren Wachstum als organisch und tief in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt.

Bildungsarbeit bleibt ein zentrales Anliegen: Regelmäßige Projekte mit Schulen sollen dafür sorgen, dass junge Moerser:innen die jüdische Vergangenheit der Stadt und ihre übergeordnete Bedeutung verstehen.

Die Veröffentlichung der Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin unterstreichen die fortlaufenden Bemühungen, die jüdische Geschichte Moers' zu dokumentieren und zu würdigen. Durch Schulkooperationen und bundesweite Partnerschaften sorgt die Gesellschaft dafür, dass dieses Erbe sichtbar bleibt. Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" steht der Öffentlichkeit nun zum Vertiefen des Wissens zur Verfügung.

Quelle