17 March 2026, 14:11

Ex-Polizist wegen Korruption und Erpressung zu drei Jahren Haft verurteilt

Ein schildförmiges Polizeibadge mit der Aufschrift 'Polizei Berlin' auf einem blauen Hintergrund, einem weißen Rand, einem weißen zentralen Stern und schwarzer fetter Schrift, das auf einer Oberfläche ruht.

Nordrhein-Westfalen: Ehemaliger Polizist wegen Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt - Ex-Polizist wegen Korruption und Erpressung zu drei Jahren Haft verurteilt

Ein 63-jähriger ehemaliger Polizist aus Nordrhein-Westfalen ist wegen Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn der Bestechlichkeit, versuchter Erpressung und Justizbehinderung während seiner Dienstzeit schuldig. Seine Straftaten richteten sich gegen einen Betreiber einer Cannabis-Plantage in Mönchengladbach.

Der Fall begann im September 2020, als der Beamte zusammen mit zwei Komplizen den Inhaber einer Cannabis-Anbaustätte aufsuchte. Sie forderten zunächst 80.000 Euro sowie monatliche Zahlungen von 10.000 Euro, um laufende Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA) zu verzögern. Trotz wiederholter Drohungen weigerte sich der Betreiber, die Summen zu zahlen.

Dem Angeklagten wurde zudem vorgeworfen, Beschuldigte in Ermittlungsverfahren gewarnt zu haben – etwa vor bevorstehenden Razzien und Untersuchungen. Zwei Mittäter standen ebenfalls vor Gericht: ein 52-Jähriger, der am Prozess teilnahm, sowie ein 34-Jähriger, der sich seit über einem Jahr der Justiz entzieht. Gegen einen dritten Mittäter wurde das Verfahren wegen geringer Beteiligung eingestellt.

Nach einem umfassenden Prozess fällte das Gericht sein Urteil und bestätigte die zentrale Rolle des Beamten in dem Korruptionsskandal. Die Strafe spiegelt die Schwere seiner Taten wider, zu denen Machtmissbrauch und der Versuch gehörten, die Strafverfolgung zu untergraben.

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Der ehemalige Polizist muss nun eine dreijährige Haftstrafe antreten. Das Urteil sendet ein deutliches Signal über die Konsequenzen von Korruption innerhalb der Strafverfolgungsbehörden. Gegen die beiden verbleibenden Mittäter laufen noch Verfahren – einer von ihnen ist derzeit auf der Flucht.

Quelle