30 June 2026, 02:09

Erdbeben-Simulation im Kreis Euskirchen testet Krisenstäbe auf Herz und Nieren

FW Mechernich: Erdbebenübung für nachhaltige Einsatzleitung

Erdbeben-Simulation im Kreis Euskirchen testet Krisenstäbe auf Herz und Nieren

Großangelegte Katastrophenübung im Kreis Euskirchen

Kürzlich fand im Kreis Euskirchen eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt. Die Übung testete die Krisenstäbe unter der Annahme eines schweren Erdbebens. Landrat Markus Ramers lobte die Veranstaltung im Nachgang als wichtigen Schritt zur Stärkung der lokalen Notfallstrukturen.

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Organisiert wurde die Übung vom Kreis Euskirchen gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019, die die Kölner Bucht als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 einstuft. Das fiktive Szenario sah ein Beben der Stärke 6,5 vor, das den nördlichen Teil des Kreises trifft, schwere Schäden anrichtet und zahlreiche Menschen in akuter Rettungs- und medizinischer Versorgungssituation zurücklässt.

Rund 100 Einsatzkräfte nahmen teil, darunter freiwillige und Berufsfeuerwehren aus Mechernich. Die Führungsstäbe des Kreises, die nach der Feuerwehrdienstvorschrift 100 auf der Führungsebene D agierten, mussten Herausforderungen wie die Versorgung und den Transport von Verletzten sowie die Evakuierung von Anwohnern bewältigen. Geprüft wurden zudem die schnelle Einsatzbereitschaft, die Ressourcenverteilung, der Aufbau der Kommunikation und die Koordination zwischen mehreren Behörden.

Dem Führungsteam gehörten Vertreter aller kommunalen Feuerwehren des Kreises an, unterstützt von Fachberatern. Die Übung bot eine realistische Bewährungsprobe für die Katastrophenbewältigung im Kreis Euskirchen. Sie unterstrich die Bedeutung der Vorsorge in einer erdbebengefährdeten Region. Markus Ramers bestätigte, dass die Erkenntnisse aus der Übung in die langfristige Krisenplanung einfließen werden.

Quelle