Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 18 Monaten untätig – was nun?
Oswin MargrafDortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 18 Monaten untätig – was nun?
Die Ethikkommission von Borussia Dortmund zur Großwildjagd steht erneut in der Kritik, während die Stadtspitze über ihre Zukunft diskutiert. Die Gruppe, die 2023 eingerichtet wurde, um die auf der Messe Jagd und Hund beworbenen Dortmund-Spiele zu prüfen, liegt seit über einem Jahr auf Eis. Angesichts der bevorstehenden Veranstaltung mehren sich die Forderungen, dass die Kommission endlich aktiv werden muss.
Die Kommission entstand auf Druck der Grünen und der Linken. Ihre Aufgabe besteht darin, die ethischen Aspekte der Großwildjagd zu bewerten – insbesondere die auf Dortmunds jährlicher Messe angebotenen Safaris. Doch wie Bürgermeister Alexander Kalouti kürzlich einräumte, gibt es keine Unterlagen über die Arbeit der Kommission, da Akten fehlen.
Seit mindestens 18 Monaten hat sich die Gruppe weder getroffen noch Ergebnisse vorgelegt. Politische Parteien, darunter die Grünen, die SPD und kleinere Fraktionen, drängten vor der Sommerpause auf ein Treffen. Die CDU zeigte sich zwar flexibel beim Zeitpunkt, die rechtspopulistische AfD lehnt die Kommission jedoch komplett ab.
Die Untätigkeit der Kommission stellt Dortmunds Führung vor die Wahl: Entweder sie fordert Aufklärung – oder das Thema wird erneut vertagt. Zur Debatte steht, wie die Stadt künftig mit Ausstellern umgehen will, die auf der städtischen Westfalenhallen-Messe Jagdreisen anbieten.
Auf Bundesebene hat Deutschland in den letzten Jahren eine kritische Haltung zur Trophäenjagd eingenommen. 2023 verabschiedete der Bundestag eine unverbindliche Resolution, die strengere Importkontrollen für Trophäen bedrohter Arten fordert. Umweltministerin Steffi Lemke setzt sich zudem für internationale Zusammenarbeit ein, um die Praxis einzudämmen – ein nationales Verbot gibt es jedoch bisher nicht.
Die Schweigsamkeit der Kommission fällt in eine Phase, in der die Jagd und Hund bevorsteht – und damit der Druck auf eine Entscheidung wächst. Ohne dokumentierte Fortschritte oder aktuelle Aktivitäten bleibt ihre Rolle unklar. Nun muss Dortmund entscheiden: Entweder die Kommission wird reaktiviert, oder die Debatte über die Ethik der Jagd bleibt weiter ungelöst.
Dortmund's 2026 Hunting Fair Proceeds Unchecked – What's Next?
The 2026 Jagd & Hund fair in Dortmund concluded on 1 February 2026 without any intervention from the inactive ethics commission. Key developments include:
- The event ran as scheduled from 27 January to 1 February, with no reported disruptions over big game promotions.
- Organisers confirmed attendance figures and product highlights, but no ethical scrutiny was documented.
- The 2027 fair is already set for 2–7 February 2027, continuing the annual tradition despite unresolved debates.






