23 March 2026, 18:13

CDU fordert scharfe Sparmaßnahmen im Bergisch Gladbacher Haushalt 2025

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Investing in Communities: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal".

CDU fordert scharfe Sparmaßnahmen im Bergisch Gladbacher Haushalt 2025

Die Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach sind angespannt, nachdem die CDU weitreichende Änderungen an den Finanzplänen der Stadt gefordert hat. Michael Metten, Vorsitzender der CDU-Fraktion, stellte bei einer jüngsten Veranstaltung des BürgerClubs zentrale Forderungen vor – darunter Kürzungen bei den Personalkosten und eine deutlich geringere Erhöhung der Grundsteuer. Die Diskussionen finden statt, während der Stadtrat ohne formelle Regierungsmehrheit agiert, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert.

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Die Personalausgaben der Stadt sind seit 2010 um etwa 36 Prozent gestiegen: von rund 110 Millionen Euro auf über 150 Millionen Euro im Jahr 2025. Verantwortlich dafür sind Tariferhöhungen, Personalmangel und gestiegene Sozialabgaben. Vergleichbare Städte wie Wuppertal und Solingen haben ihre Kosten dagegen um 10 bis 20 Prozent gesenkt – durch Einstellungsstopp, Vorruhestandsregelungen und digitale Automatisierung.

Metten kritisierte den Haushaltsentwurf des Bürgermeisters als zu ausgabenfreudig, insbesondere in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Gleichzeitig forderte er strengere Kontrollen bei den Personalkosten – obwohl die CDU selbst plant, mehr Bauaufseher und Fachkräfte für die Regulierung einzustellen. Die Partei argumentiert, Bergisch Gladbach hinkte bei dringenden Projekten hinterher, etwa bei Schulrenovierungen und Straßeninstandhaltung.

Bei der Grundsteuer spricht sich die CDU nun für eine Erhöhung um nur 25 Punkte statt der geplanten 100 Punkte aus. Diese abgemilderte Maßnahme soll Einnahmeausfälle ausgleichen, ohne die Bürger übermäßig zu belasten. Die Partei betont, ihr Ansatz spiegle die Prioritäten der Wähler wider – mit Fokus auf Schulen, Infrastruktur und das Entwicklungsgebiet Zanders.

Metten bezeichnete sein Arbeitsverhältnis zu Bürgermeister Marcel Kreutz zwar als grundsätzlich kooperativ, doch öffentliche Auseinandersetzungen haben die Differenzen deutlich gemacht. Zudem schlug er einen städtebaulichen Wettbewerb für das Gebiet Stadthäuser vor und unterstrich die Notwendigkeit ausgewogener Verkehrslösungen, darunter ein besserer ÖPNV und autofreundliche Maßnahmen.

Ohne stabile Koalition könnte die CDU für manche Vorhaben auf die Stimmen der AfD angewiesen sein – eine direkte Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei schloss Metten jedoch aus.

Die Haushaltsvorschläge der CDU werden nun im zersplitterten Stadtrat weiter beraten. Sollten sie durchkommen, würden die gedrosselte Grundsteuererhöhung und die Deckelung der Personalkosten die städtischen Finanzen neu prägen. Das Ergebnis wird entscheiden, wie Schulen, Straßen und zentrale Entwicklungsprojekte in den kommenden Jahren finanziert werden.

Quelle