Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig in Rekordzeit
Kilian SchlosserWillicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig in Rekordzeit
Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – einstimmiger Beschluss aller Fraktionen
Nach wochenlangen Debatten über Sparmaßnahmen, Kita-Gebühren und Wohnungspolitik hat der Stadtrat von Willich den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – und das einstimmig. Zwar tritt das neue Budget erst im Juli rechtlich in Kraft, doch nicht alle Vorschläge wurden unverändert übernommen.
Ausgangspunkt der Haushaltsberatungen war der Protest von Eltern in Willich gegen geplante Erhöhungen der Betreuungskosten. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die jährliche Gebührenanpassung von zwei auf drei Prozent zu erhöhen und diese Erhöhung dauerhaft festzuschreiben. Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl diese Anpassung als auch die Einführung von Geschwistergebühren ab – die bisherige Regelung bleibt damit bestehen.
Während der Ratssitzung hielten sich alle Fraktionen strikt an die vorgegebenen fünf Minuten Redezeit. Die SPD stimmte dem Haushalt zu, betonte jedoch die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Mitteln. Ihre Sparvorschläge umfassten Kürzungen bei der Innenraumbegrünung, bestimmten Nachhaltigkeitsprojekten und Mietzuschüssen. Zwar unterstützte die Fraktion den Bauturbo für den beschleunigten sozialen Wohnungsbau, kritisierte jedoch die Streichung des Deutschlandtickets für anspruchsberechtigte Studierende.
Auch die Grünen stimmten dem Haushalt zu, warnten jedoch vor den tieferliegenden finanziellen Problemen der Stadt. Sie forderten dringende Maßnahmen, um strukturelle Finanzierungslücken zu schließen. Trotz unterschiedlicher Positionen einigten sich alle Fraktionen schließlich auf die Endfassung, die ohne Gegenstimmen angenommen wurde.
Der Haushalt 2026 tritt nun mit blockierten Gebührenerhöhungen für Kitas, aber anderen Sparmaßnahmen in Kraft. Die Stadt hält an der bisherigen Geschwisterregelung fest und treibt gleichzeitig Wohnungsbau- und Ausgabenreformen voran. Der neue Finanzplan gilt offiziell ab Juli.






