Willich I: Moderner Knast ersetzt veraltete Haftanstalt mit Fokus auf Resozialisierung
Adeline SchmiedeckeWillich I: Moderner Knast ersetzt veraltete Haftanstalt mit Fokus auf Resozialisierung
Justizvollzugsanstalt Willich I wird massiv ausgebaut – veraltete Anlagen weichen modernem Strafvollzug
Die Justizvollzugsanstalt Willich I durchläuft einen umfassenden Ausbau, um ihre veralteten Einrichtungen zu ersetzen. Die Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) befindet sich derzeit in der Abschlussphase der zweiten Bauetappe, durch die über 6.500 Quadratmeter Nutzfläche hinzukommen. Ziel des Projekts ist die Schaffung einer modernen Haftumgebung, die auf Resozialisierung und Wiedereingliederung ausgerichtet ist.
Die alte Haftanstalt in Willich-Anrath entsprach nicht mehr den aktuellen Standards für Justizvollzugseinrichtungen. Teile des Komplexes wurden bis zum Sommer 2023 abgerissen, um Platz für den Neubau zu schaffen.
Die Erdarbeiten begannen im August 2023, gefolgt vom Bau der Rohkonstruktionen für die neuen Gebäude. Strenges Winterwetter zu Jahresbeginn verzögerte zwar die Betonarbeiten und restlichen Erdbewegungen, doch mittlerweile liegt der Bauplan wieder im Zeitrahmen.
In der ersten Phase entstanden neue Werkstätten sowie ein Mehrzweckgebäude. Diese werden nun im Rahmen der zweiten Etappe mit dem Haftgebäude 2 verbunden. Die Erweiterung umfasst Erweiterungen der Werkstätten, eine Multifunktionshalle sowie eine große Freiluft-Sportanlage.
Der neue Komplex umfasst insgesamt rund 27.000 Quadratmeter. Dazu gehören zwei Haftgebäude, Werkstätten und ein Mehrzweckgebäude, die auf einen modernen, resozialisierungsorientierten Strafvollzug ausgelegt sind. Allein das Haftgebäude 2 bringt etwa 6.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche mit 368 Haftplätzen – darunter zwei barrierefreie Einheiten.
Der Ausbau der Justizvollzugsanstalt Willich I schreitet wie geplant voran. Die fertigen Anlagen bieten eine moderne Infrastruktur, die die Resozialisierungsbemühungen unterstützt. Offizielle Angaben zu Personalstärke oder Ausbildungsprogrammen für Inhaftierte in den Neubauten liegen bisher nicht vor.






