21 March 2026, 22:09

Unbekannte Tagebücher enthüllen Alltag zwischen Kaiserreich und NS-Zeit

Alte Postkarte mit einem violetten Stempel, der "Wiesbaden, Deutschland - 1. Weltkrieg" lautet, und handgeschriebener Text.

Unbekannte Tagebücher enthüllen Alltag zwischen Kaiserreich und NS-Zeit

Öffentlicher Vortrag beleuchtet persönliche Erlebnisse aus Deutschlands bewegter Vergangenheit

Am Sonntag, dem 12. Oktober 2025, stellt Ralf A. Gmelin im Stadtmuseum die Aufzeichnungen seines Großvaters vor. Die kostenlose Veranstaltung bietet seltene Einblicke in den Alltag während des Übergangs vom Kaiserreich zu den frühen Jahren des Nationalsozialismus.

Die unter dem Titel "1940. Die versunkene bürgerliche Welt" stehende Matinee beginnt um 11:00 Uhr und ist Teil der Reihe "Heimatforscher", die nun in ihre vierte Saison geht. Gmelin wird aus den privaten Notizen seines Großvaters Hans Gmelin lesen und diese erläutern.

Die Aufzeichnungen Hans Gmelins setzen 1934 ein, behandeln jedoch auch Ereignisse aus der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933. Die Manuskripte gewähren einen direkten Einblick in politische Gewalt und gesellschaftlichen Wandel. Da es keine anderen öffentlichen Aufzeichnungen oder frühere Präsentationen dieses Materials gibt, ist die Veranstaltung einzigartig.

Veranstaltet wird die Matinee im Stadtmuseum am Marktplatz. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

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Der Vortrag verbindet persönliche Geschichte mit den großen politischen Umbrüchen der Zeit. Durch die Notizen Hans Gmelins wirft die Veranstaltung ein Licht auf eine prägende Epoche – erlebt aus individueller Perspektive. Wer sich für Regionalgeschichte oder diese Ära interessiert, kann ohne Kosten teilnehmen.

Quelle