Willich gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Zeremonie
Angela DietzWillich gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Zeremonie
In Willich fand eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, um der Opfer der Reichspogromnacht zu gedenken. Die Veranstaltung umfasste Reden, musikalische Darbietungen und eine Kranzniederlegung am Mahnmal der Stadt. Lokale Führungspersönlichkeiten und Schüler kamen zusammen, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und ihr Engagement gegen Hass in der Gegenwart zu bekräftigen.
Die Zeremonie markierte den 85. Jahrestag der Reichspogromnacht, als nationalsozialistische Kräfte in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 über 1.400 Synagogen in Deutschland und den besetzten Gebieten zerstörten. Zu den Rednern zählten Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid, die über Erinnerung und Verantwortung sprachen.
Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen die Namen der Opfer. Ihre Teilnahme unterstrich den Fokus der Veranstaltung auf Bildung und Gedächtnis.
Guido Görtz, Erster Beigeordneter der Stadt Willich, verurteilte Antisemitismus, Ausgrenzung und Versuche, die Gräueltaten der Reichspogromnacht zu verharmlosen. Er betonte die Notwendigkeit, das Gedenken an diese Ereignisse wachzuhalten und gleichzeitig Toleranz, Menschlichkeit sowie demokratische Werte zu fördern. Görtz dankte zudem den Organisatoren und Teilnehmern für ihren Beitrag zur Gestaltung der Gedenkfeier.
Den Abschluss bildete die Kranzniederlegung am Mahnmal. Die Vertreter der Stadt bekräftigten erneut ihre Haltung gegen Hass und unterstrichen die Bedeutung des Erinnerns. Die Veranstaltung war zugleich eine Hommage an die Opfer und ein Appell, die Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.






