13 April 2026, 14:17

Wie ein Welcome Dinner in Hamburg Fremde zu Freunden macht

Plakat für das Ernst-Drucker-Theater in Hamburg, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen und dem Text 'Hamburg im Jahre 2000'.

Wie ein Welcome Dinner in Hamburg Fremde zu Freunden macht

Ein gemeinsames Abendessen in Hamburg brachte kürzlich Fremde unterschiedlicher Herkunft an einen Tisch. Die Veranstaltung, organisiert vom Verein Welcome Dinner, brachte Einwohner der Stadt mit Neuankömmlingen zusammen. Unter den Gästen waren Sevgi und Kadir, ein türkisches Paar, das mit einem selbstgekochten Gericht erschien.

Laura Trager, eine ehrenamtliche Helferin des Vereins, lud vier Menschen ein, die sich zuvor noch nie begegnet waren. Die Initiative Welcome Dinner setzt seit Langem auf lockere, gleichberechtigte Begegnungen am Küchentisch. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingshilfe 2015 fanden wöchentlich rund 120 solche Treffen statt.

Sevgi und Kadir waren wegen politischer Verfolgung aus der Türkei geflohen und leben nun mit ihrer Familie in Hamburg. Kadir, gelernter Elektroingenieur, und Sevgi besuchen derzeit einen C1-Deutschkurs, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Trotz ihres Engagements suchen sie vergeblich nach einer festen Bleibe – ihr größter Wunsch bleibt eine eigene Wohnung.

Der Abend endete in herzlicher Runde: Die Gruppe genoss die gemeinsame Zeit und ließ sich zum Abschluss gemeinsam fotografieren. Der Verein informiert seine Mitglieder jeden Freitag per E-Mail über anstehende Treffen und berichtet von vergangenen Begegnungen.

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Für Sevgi und Kadir bot das Abendessen die Möglichkeit, mit Einheimischen in Kontakt zu treten, während sie sich in ihrem neuen Leben in Deutschland zurechtfinden. Für den Verein bleiben diese kleinen Zusammenkünfte ein Schritt, um Brücken zwischen Kulturen zu bauen – eine Mahlzeit nach der anderen. Die Suche des Paares nach einem stabilen Zuhause jedoch bleibt eine anhaltende Herausforderung.

Quelle