Wie Deutschland in der Batterieproduktion mit China konkurrieren kann
Adeline SchmiedeckeWie Deutschland in der Batterieproduktion mit China konkurrieren kann
Neue Studie zeigt: Deutschland kann seine Rolle in der Batterieproduktion durch technologische Expertise und Kooperationen stärken
Eine aktuelle Untersuchung unterstreicht das Potenzial Deutschlands, seine Position in der Batterieherstellung durch technologisches Know-how und Zusammenarbeit auszubauen. Forscher der RWTH Aachen und von PEM Motion haben analysiert, wie deutsche Unternehmen mit Niedrigpreis-Anbietern wie China konkurrieren können. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass Spezialisierung und industrielle Partnerschaften Europas Marktposition sichern könnten.
Der unter dem Titel "Potenziale und Akteure im Maschinenbau für die Batterieproduktion in Deutschland" veröffentlichte Bericht bewertet aktuelle Herausforderungen und Chancen. Chinesische Gigafactories führen derzeit mit geringeren Ausschussquoten und günstigeren Produktionskosten. Doch deutsche Hersteller wie Dürr und GROB setzen mit Innovationen wie der Trockenelektrodenfertigung und präziser Kalandrierung neue Maßstäbe.
Deutsche Unternehmen bieten bereits leistungsstarke Lösungen für nahezu jeden Schritt der Batterieherstellung. Die Studie hebt zwei mögliche Strategien für Europa hervor: den Aufbau gemeinsamer Plattformen zur Wertschöpfung oder die Konzentration auf spezialisierte Nischenmärkte. Beide Ansätze basieren auf Automatisierung, Präzisionstechnik, Digitalisierung und nachhaltigen Verfahren.
Die Forschungsergebnisse werden die Diskussionen auf einem hochrangigen Treffen am 14. November 2025 prägen. Dort unterzeichnen Vertreter aus den Niederlanden, Flandern und Nordrhein-Westfalen eine Erklärung zu Kreislaufwirtschaftsstrategien – gestützt auf die Erkenntnisse der Studie. Der vollständige Bericht steht als kostenloser PDF-Download zur Verfügung.
Die Ergebnisse weisen einen klaren Weg für deutsche Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Innovation und Zusammenarbeit zu steigern. Durch die Nutzung bestehender Expertise und den Aufbau strategischer Netzwerke soll die Branche den Rückstand zu internationalen Konkurrenten verringern. Die anstehende Erklärung wird die Verpflichtung zu diesen Zielen in zentralen europäischen Regionen besiegeln.






