30 April 2026, 08:11

Vom kasachischen Dorf in die deutsche Spitzenklasse: Das Leben des Johann Neufeld

Ein Blatt mit Bildern von Menschen und Text mit der Überschrift "Was ist das Vaterland der Deutschen? Die Rheingarde von Henry Parker."

Vom kasachischen Dorf in die deutsche Spitzenklasse: Das Leben des Johann Neufeld

Johann Neufeld wurde im Dorf Komsomolez geboren, das heute als Karabalyk in der kasachischen Region Kostanay bekannt ist. Seine Familie, ethnische Deutsche, wanderte in den frühen 1990er-Jahren – als er noch ein Kind war – nach Deutschland aus. Heute ist er verbeamteter Grundschullehrer, mehrfacher deutscher Meister im Gewichtheben und zweifacher Vater in Baden-Württemberg.

Neufeld kam am 6. Juni 1991 mit der Familie seines Vaters nach Deutschland. Die Verwandten seiner Mutter folgten später. Nach Aufenthalten in verschiedenen Aufnahmeeinrichtungen ließ sich die Familie in Nordrhein-Westfalen nieder, wo seine engere Familie in Dortmund-Nette lebte.

Sein Vater, der in Kasachstan als Gewichtheber-Trainer gearbeitet hatte, führte ihn an den Sport heran. Neufeld war von 1998 bis 2016 als Profisportler aktiv und wurde mehrfach deutscher Meister. Zudem gewann er eine Silbermedaille bei den Junioren-Europameisterschaften.

Während seiner gesamten Karriere stand ihm der langjährige Familienfreund Johann Martin mit konstanter Unterstützung zur Seite. Mit 45 Jahren tritt Neufeld noch immer in der Altersklasse "Masters" an und hält den deutschen Meistertitel in der Kategorie der 40- bis 45-Jährigen.

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In Deutschland hat sich Neufeld ein Leben aufgebaut: Er arbeitet als Lehrer und zieht in Eberbach-Pleutersbach seine Kinder groß. Obwohl er sich hier zu Hause fühlt, hofft er, eines Tages noch einmal Kasachstan zu besuchen. Eine dauerhafte Rückkehr in seine alte Heimat plant er jedoch nicht.

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