Kinderrechtsorganisation stoppt Verkauf von Epstein-Sweatshirts auf Online-Plattformen
Kilian SchlosserKinderrechtsorganisation stoppt Verkauf von Epstein-Sweatshirts auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderrechtsorganisation fordert ein Verbot von Kleidung, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Organisation Mouv'Enfants kritisierte Online-Plattformen dafür, den Verkauf von Sweatshirts mit seinen Initialen zuzulassen. Zwei große Marktplätze haben nun zugesagt, die Artikel von ihren Seiten zu entfernen.
Auf Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay wurden Sweatshirts mit den Initialen JEE – stehend für Jeffrey Edward Epstein – angeboten. Mouv'Enfants verurteilte diese Verkäufe scharf und argumentierte, dass die kommerzielle Verwertung von Epsteins Image dazu beitrage, seine Verbrechen zu verharmlosen. Der Gründer der Organisation, Arnaud Gallais, forderte umgehende Maßnahmen, um solche Angebote zu blockieren.
Die Organisation betonte, Epstein sei keine Kultfigur, sondern ein verurteilter Krimineller, der für systematische sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige verantwortlich sei. Zudem warf sie digitalen Plattformen vor, schädliche Inhalte nicht ausreichend zu überwachen, und bezeichnete die Situation als Zeichen ihrer "Straflosigkeit".
Als Reaktion darauf kündigten Vinted und eBay an, die Sweatshirts von ihren Seiten zu entfernen. Vinted bestätigte, dass Artikel, die sexualisierte Gewalt verherrlichen, nach seiner Null-Toleranz-Politik strikt verboten seien. Das Unternehmen erklärte, es setze seine Regeln gegen unangemessene Inhalte aktiv durch.
Die Entfernung der Sweatshirts erfolgte nach Druck durch Mouv'Enfants, das weiterhin für strengere Kontrollen beim Online-Handel kämpft. Die Kampagne der Organisation wirft erneut Fragen auf, wie digitale Plattformen mit schädlicher Ware umgehen. Sowohl Vinted als auch eBay haben nun Schritte eingeleitet, um ihre bestehenden Richtlinien durchzusetzen.






