22 March 2026, 14:13

Versehentliches Drohnen-Flugverbot enthüllt geplante Castor-Route in NRW

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, während eine maskierte Menge Taschen hält, vor Gebäuden, Fahnen und einem bewölkten Himmel.

Versehentliches Drohnen-Flugverbot enthüllt geplante Castor-Route in NRW

Flugverbot für Drohnen entlang von Autobahnen in Nordrhein-Westfalen versehentlich auf Regierungswebsite veröffentlicht

Auf der Digitalen Plattform für Unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums wurden versehentlich Details zu einer Drohnen-Sperrzone über Autobahnen in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, bevor die Informationen wieder entfernt wurden. Der Fehler legte kurzzeitig vertrauliche Angaben zu einem bevorstehenden Transport von Atommüll offen.

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Ursprünglich war die Flugverbotszone für den Zeitraum vom 20. bis 27. März 2026 festgelegt worden. Später zeigten aktualisierte Grafiken und ein PDF auf dipul.de jedoch nur noch einen kreisförmigen Bereich, ohne die betroffenen Autobahnen zu benennen. Die versehentlich veröffentlichten Routen führten von Jülich nach Ahaus, wo der nächste Castor-Transport geplant ist. Dabei sollen Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager in Ahaus gebracht werden.

Die genauen Strecken waren von Mittwochabend bis Donnerstag online einsehbar, bevor sie gelöscht wurden. Normalerweise werden solche Details aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Das Bundesverkehrsministerium hat bisher keine offiziellen Schutzmaßnahmen für den Transport öffentlich bestätigt.

Castor-Transporte mit Atommüll unterliegen in der Regel strengen Geheimhaltungsvorschriften, um Störungen zu verhindern. Die ungewollte Veröffentlichung der Informationen löste Bedenken hinsichtlich möglicher Sicherheitslücken entlang der Route aus.

Der Vorfall offenbart ein Versagen im Umgang mit sensiblen Transportdaten. Zwar wurden die veröffentlichten Details später entfernt, doch die kurze Veröffentlichung machte die geplante Strecke eines hochsensiblen Atomtransports öffentlich. Die Behörden haben sich bisher nicht dazu geäußert, ob nach dem Bekanntwerden des Fehlers zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeführt werden.

Quelle