Hürth erhöht 2026 Gebühren für Abfall, Wasser und Straßenreinigung deutlich
Adeline SchmiedeckeHürth erhöht 2026 Gebühren für Abfall, Wasser und Straßenreinigung deutlich
Die Haushalte in Hürth müssen 2026 mit höheren Gebühren rechnen, nachdem die Stadtwerke Hürth neue Tarife beschlossen haben. Betroffen sind die Abfallentsorgung, die Wasserversorgung, die Straßenreinigung sowie die Abwassergebühren. Als Hauptgründe für die Anpassungen nannten die Verantwortlichen gestiegene Betriebskosten und Investitionen in die Infrastruktur.
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hürth hat die neuen Gebühren für das kommende Jahr finalisiert. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus wird künftig jährlich 1.716,48 Euro zahlen – ein Anstieg um 3,27 Prozent gegenüber 1.662,09 Euro im Jahr 2025. Die Erhöhung spiegelt die allgemeine Kostenentwicklung wider, darunter höhere Personalkosten, Deponiegebühren und Abschreibungen auf jüngste Projekte.
Besonders stark steigen die Abfallgebühren: Eine 120-Liter-Tonne, die 26-mal geleert wird, kostet dann 372 Euro – gegenüber 339 Euro in diesem Jahr. Auch die Frischwasserpreise erhöhen sich auf 2,50 Euro pro Kubikmeter (bisher: 2,31 Euro). Die Straßenreinigungsgebühren klettern auf 3,36 Euro pro laufendem Meter Grundstücksfront, nach zuvor 2,73 Euro.
Nicht alle Kosten steigen jedoch: Die Abwassergebühren sinken auf 2,81 Euro pro Kubikmeter (bisher: 2,94 Euro), da Überschüsse aus den Vorjahren genutzt werden können. Auch die Gebühren für die Regenwasserentsorgung verringern sich leicht von 1,68 auf 1,65 Euro pro Quadratmeter.
Die Anpassungen entsprechen dem Trend in Nordrhein-Westfalen, wo ähnliche Gebühren in den letzten Jahren jährlich um 3 bis 5 Prozent stiegen. Die eigenen Berichte der Stadtwerke Hürth zeigen für 2023 einen Anstieg von etwa 4 Prozent – bedingt durch Inflation und regulatorische Vorgaben.
Die neuen Tarife treten 2026 in Kraft. Während die meisten Dienstleistungen moderat teurer werden, sinken die Kosten für Abwasser und Regenwasserentsorgung. Insgesamt steigen die Belastungen für die Haushalte jedoch. Die Änderungen sind eine Reaktion des Versorgers auf höhere Betriebs- und Investitionskosten.






