SPD in Solingen kämpft um die Zukunft von sechs Kirchenstandorten bis 2035
Oswin MargrafSPD in Solingen kämpft um die Zukunft von sechs Kirchenstandorten bis 2035
Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Zukunft örtlicher Kirchen und Gemeinschaftszentren mitzugestalten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines Vorschlags der Evangelischen Kirche, bis 2035 sechs zentrale Standorte zu schließen oder umzunutzen. Die Bevölkerung zeigt großes Interesse – bei jüngsten Bürgerversammlungen zum Thema war die Teilnahme hoch.
Die von der SPD-Ratsfraktion eingerichtete Arbeitsgruppe soll als Vermittlerin zwischen Kirchenvertretern und Kommunalpolitikern fungieren. Bei ihrem ersten Treffen waren Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden anwesend, was die breite Besorgnis über die geplanten Veränderungen unterstreicht. Die SPD betont, dass es gilt, Bauvorschriften für umgenutzte Gebäude zu prüfen sowie die Auswirkungen auf soziale Netzwerke und das kulturelle Leben in der Stadt zu bewerten.
Über das Schicksal der betroffenen Standorte wird eine besondere Synode am 14. März 2026 entscheiden. Dazu zählen die Evangelische Kirche Merscheid mit ihrem Gemeinschaftszentrum, die Evangelische Kirche Widdert, die Evangelische Kirche Ketzberg mit ihrem Gemeindehaus, das Gemeindezentrum Zwinglistraße sowie die Lutherkirche mit ihrem Gemeindehaus – hier werden nach 2030 keine regelmäßigen Gottesdienste mehr stattfinden, allerdings könnten Sonderveranstaltungen weitergeführt werden.
Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, hat die zentrale Rolle der Kirchen in den Stadtteilen hervorgehoben – von sozialen Dienstleistungen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen. Die Partei verspricht, sich weiterhin aktiv in die Diskussionen einzubringen, da die Thematik langfristige Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben in Solingen habe.
Die SPD-Arbeitsgruppe wird die Entwicklungen weiter begleiten und sich für die Belange der Bürger einsetzen. Angesichts der anstehenden Entscheidungen im Jahr 2026 wird die Zukunft dieser sechs Standorte über Jahre hinweg lokale Dienstleistungen und Kulturangebote prägen. Die Partei hat deutlich gemacht, dass sie die Gemeinden während dieses Prozesses unterstützen wird.
SPD's Early Call for Church Future Plan Sparks Citywide Dialogue
The SPD's push for a citywide church strategy began with a direct response to the Lutherkirche's deconsecration. Key developments include:
- 2024 saw SPD leader Ernst Lauterjung demand a comprehensive future plan for Solingen's churches.
- He emphasized churches as 'social anchors' and 'centuries-old city landmarks' requiring urgent repurposing.
- This advocacy directly led to the 2026 working group addressing six at-risk sites, including the Lutherkirche.






