RUB und TU Dortmund planen Fusion für Exzellenzstatus und mehr Forschungsmacht
Oswin MargrafRUB und TU Dortmund planen Fusion für Exzellenzstatus und mehr Forschungsmacht
Zwei große Universitäten in Nordrhein-Westfalen planen eine Fusion. Die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund wollen sich zu einer gemeinsamen Hochschule zusammenschließen. Ihr Ziel: den begehrten Titel einer Exzellenzuniversität zu erlangen – eine Auszeichnung, die beide allein bisher nicht erreichen konnten.
Mit dem geplanten Zusammenschluss sollen Forschung, Finanzierung und internationales Renommee gestärkt werden. Gemeinsam, so die Hoffnung, könnten sie die strengen Kriterien für die Exzellenzinitiative erfüllen. Gelänge dies, würde die neue Einrichtung mehr internationale Studierende und Wissenschaftler:innen anziehen.
Ein gemeinsamer Antrag soll in Kürze eingereicht werden. Über das Vorhaben wird voraussichtlich in etwa einem Jahr entschieden. Bei einer Bewilligung winken der Allianz höhere Fördergelder, mehr Sichtbarkeit und eine größere Anziehungskraft auf Spitzenkräfte.
Der Schritt folgt auf eine aktuelle Bekanntgabe zu Deutschlands bestehenden Exzellenzuniversitäten. Ab Januar 2027 behalten zehn Hochschulen – darunter die RWTH Aachen, Heidelberg und die TU München – ihren Status für weitere sieben Jahre. Die Universität Konstanz verlor hingegen ihren Platz im Programm.
Die fusionierte Universität könnte sich auf zukunftsweisende Bereiche wie Cybersicherheit oder fortschrittliche Materialien konzentrieren. Beide Felder zählen bereits zu den Stärken von Bochum und Dortmund und wären damit naheliegende Schwerpunkte der neuen Institution.
Die Fusion würde einen starken neuen Akteur in der deutschen Hochschullandschaft schaffen. Erhielte die neue Universität den Exzellenzstatus, stünden ihr langfristige Förderung und ein höheres Profil zu. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Allianz Realität wird – oder ob die Hochschulen getrennt bleiben.






