Rindfleisch wird zum Luxusgut: Über 20 Prozent Preisanstieg im Supermarkt
Angela DietzRindfleisch wird zum Luxusgut: Über 20 Prozent Preisanstieg im Supermarkt
Preise für Rindfleisch in Deutschland steigen stark – Verbraucher zahlen über 20 Prozent mehr
Die Preise für Rindfleisch in Deutschland klettern rasant: Verbraucher müssen für Produkte wie Burger oder Döner mehr als 20 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Gleichzeitig sind die Preise für Schlachtrinder zum zweiten Mal in Folge gesunken – Grund sind die schwache Nachfrage und der Preisdruck durch Metzger.
Das Angebot an Schlachtrindern bleibt knapp, bei manchen Sortimenten herrscht am Großmarkt sogar Mangel. Dennoch geben die Rinderpreise nach. Der Verbandsdurchschnittspreis für alle Kategorien sank um 10 Cent pro Kilogramm. Jungbullen der Klasse R3 kosten nun 6,80 Euro/kg, während Kühe der Klasse O3 bei 6,15 Euro/kg liegen.
Die ruhige Fleischnachfrage und der Preisdruck der Metzger treiben den Rückgang der Rinderpreise voran. Auch die Schlachtzahlen in Deutschland liegen deutlich unter denen des Vorjahres.
Gleichzeitig treiben steigende Kosten in der Kälber- und Rindfleischproduktion sowie höhere Löhne und Energiekosten die Einzelhandelspreise in die Höhe. Ein Rindfleisch-Döner könnte bald 10 Euro kosten.
Die Verbraucher spüren die Auswirkungen deutlich: Anfang Juli lagen die Rindfleischpreise um 20,8 Prozent höher als im Vorjahr. Die hohen Kosten für Rindfleischprodukte sorgen für weitverbreitete Unmut. Der Markt steht vor einer paradoxen Situation – knappe Ware, fallende Schlachtrinderpreise und steigende Verkaufspreise im Handel.
