NRW und Bahn starten Millionen-Offensive gegen marode Gleise und Zugchaos
Oswin MargrafNRW und Bahn starten Millionen-Offensive gegen marode Gleise und Zugchaos
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet. Damit sollen die drängenden Probleme im Schienenverkehr der Region angegangen und die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs verbessert werden. Derzeit befindet sich das Schienennetz in NRW in einem schlechteren Zustand als in anderen Bundesländern und bedarf dringend moderner Sanierungen.
Land und Bahn werden in den kommenden Jahren gemeinsam zentrale Strecken modernisieren. Geplant sind Projekte auf Verbindungen wie Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie Aachen–Köln. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die anhaltenden Verspätungen und Zugausfälle insbesondere in Ballungsräumen zu verringern.
Allein im Jahr 2022 war jeder vierte Zug in NRW verspätet, jeder sechste fiel komplett aus. Um die Situation zu entschärfen, beginnen im Februar 2023 umfangreiche Bauarbeiten auf der stark frequentierten Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. Beide Seiten verfolgen zudem langfristige Ziele, darunter den Bau eines modernen Bahnhofs sowie die Schaffung einer direkten Schienenverbindung von Köln nach London.
Das Abkommen legt klare Prioritäten für das Schienennetz in NRW fest: Die Modernisierung kritischer Strecken und eine bessere Abstimmung sollen Verspätungen und Ausfälle reduzieren. Die geplanten Aufwertungen kommen auch zukünftigen Vorhaben wie der Köln-London-Verbindung zugute.
