Rheingauer Weinwoche feiert deutsch-ukrainische Freundschaft mit seltenen Tropfen
Angela DietzRheingauer Weinwoche feiert deutsch-ukrainische Freundschaft mit seltenen Tropfen
Weinprobe in Wiesbaden verbindet deutsche und ukrainische Traditionen
Die Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden hat sechs Weine präsentiert, die jeweils eine besondere Geschichte erzählen – und Brücken schlagen zwischen Landschaften, Menschen und Kulturen. Die Veranstaltung stand zugleich im Zeichen der Partnerschaft zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj, die 2021 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine besiegelt wurde.
Bei der Verkostung wurden zwei Sekte, zwei Weißweine, ein Rosé und ein kräftiger Petit Boucher-Rotwein angeboten – darunter Raritäten, die in Deutschland nur selten zu finden sind. Pia Hermanns, klinische Genetikerin und Tochter eines Winzers, führte die Gäste durch die Herkunft und Herstellung der ausgewählten Weine.
Unter den Gästen waren Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Stadtratpräsident Dr. Gerhard Obermayr. Der Weinstand wurde von Tatjana Pastuschok und Susanne Vögltler vom ukrainischen Partnerverein sowie Michael Linnemann vom San-Sebastian-Verein betreut. Ein Wein symbolisierte dabei besonders die 1.600 Kilometer, die Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj verbinden.
Die Einnahmen des Standes kommen dem Partnerschaftsverein Wiesbaden-Kamjanez-Podilskyj zugute und fließen in Hilfslieferungen, Schulrenovierungen und kulturelle Austauschprojekte. 2026 übernimmt die französische Stadt Fondettes den Partnerschafts-Weinstand und führt die Tradition fort.
Die Veranstaltung zeigte, wie Weine deutsch-ukrainisches Erbe verbinden. Die Spenden unterstützen direkt humanitäre und kulturelle Vorhaben. Die Städtepartnerschaft bleibt eng – weitere gemeinsame Projekte sind bereits in Planung.






