NRW setzt auf Wasserstoff-Importstrategie für klimaneutrale Industrie bis 2045
Angela DietzNRW setzt auf Wasserstoff-Importstrategie für klimaneutrale Industrie bis 2045
Nordrhein-Westfalen legt Plan für künftige Wasserstoffversorgung vor
Die Landesregierung hat 2024 ihre „Wasserstoff-Importstrategie“ vorgestellt, um die steigende Nachfrage aus der energieintensiven Industrie und dem Energiesektor zu decken. Eine aktuelle Studie der Initiative IN4climate.NRW unterstreicht, dass sowohl die heimische Produktion als auch Importe notwendig sind, um den Bedarf bis 2045 zu decken.
Der Bedarf an klimaneutralem Wasserstoff in Nordrhein-Westfalen wird bis 2045 stark ansteigen. Lokale Industrien – von Grundstoffherstellern bis zu mittelständischen Unternehmen – benötigen zunehmend größere Mengen des Energieträgers. Doch die regionale Produktion und der Ausbau erneuerbarer Energien werden nur einen Teil des Bedarfs abdecken können.
Auf die heimische Erzeugung allein kann sich das Land nicht verlassen. Der IN4climate.NRW-Bericht sieht Pipelines und schiffbasierte Importe als entscheidend an, um die Versorgungslücke zu schließen. Am effizientesten sei der Transport von gasförmigem Wasserstoff über Pipelines aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien. Auch Lieferungen aus Regionen wie Brasilien werden eine Rolle spielen.
Bis 2030 sollen wichtige Seehäfen in Nordrhein-Westfalen über die Infrastruktur verfügen, um wasserstoffbasierte Importe per Schiff zu empfangen und zu verarbeiten.
Die Strategie stellt sicher, dass das Land seinen Wasserstoffbedarf durch eine Kombination aus lokaler Produktion und Importen decken kann. Während Pipelines die effizienteste Versorgungsroute bieten, werden die Seehäfen bis Ende des Jahrzehnts den Schiffsverkehr abwickeln. Dieser Ansatz unterstützt die Industrie- und Energiewirtschaft des Landes angesichts der wachsenden Nachfrage.
