15 March 2026, 20:18

Notfallprobe in Lünen: Warum 28 Sirenen bei der Warnübung komplett versagten

Eine Gruppe von Menschen vor einem Glaswand-Notfallgebäude mit Säulen, einem Namensschild, Schildern auf Pfählen und einem Mülleimer.

Notfallprobe in Lünen: Warum 28 Sirenen bei der Warnübung komplett versagten

Routine-Notfallprobe in Lünen deckt schwerwiegende technische Panne auf

Bei einer planmäßigen Warnübung in Lünen am 12. März kam ein ernsthaftes technisches Problem ans Licht. Während die Mobilfunkwarnungen wie vorgesehen funktionierten, versagten die 28 Sirenen der Stadt sowohl beim initialen Alarm als auch beim anschließenden Entwarnungssignal. Nun wird untersucht, was schiefgelaufen ist.

Die Übung sollte mehrere Warnsysteme prüfen, darunter mobile Benachrichtigungen über die Apps NINA und KATWARN sowie den Cell-Broadcast-Dienst. Diese digitalen Warnmeldungen erreichten problemlos die Handys der Bürger.

Doch das Netzwerk der 28 Sirenen in Lünen blieb während der gesamten Übung stumm. Anwohner berichteten, sie hätten Alarmsignale aus Nachbarstädten gehört – aus Lünen selbst jedoch keine. Die Störung betraf sowohl den ersten Warnton als auch die spätere Entwarnung.

Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr Lünen sowie der Rettungsdienste und des Bevölkerungsschutzes, bestätigte den Vorfall. Eine Untersuchung laufe bereits, um die Ursache des Ausfalls zu klären. Bisher gebe es keine Hinweise auf vorherige technische Probleme oder Wartungsarbeiten an den Sirenen im März 2024.

Die Übung offenbarten eine Lücke in Lünens Notfall-Warninfrastruktur. Da die mobilen Benachrichtigungen funktionierten, die Sirenen jedoch ausfielen, müssen die Behörden das Problem nun beheben, bevor der nächste Test ansteht. Ein ausführlicher Bericht zu den Ursachen und den geplanten Gegenmaßnahmen wird in Kürze erwartet.

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