Neuer Polizeibeirat in Wuppertal startet mit klaren Zielen für mehr Bürgerbeteiligung
Kilian SchlosserNeuer Polizeibeirat in Wuppertal startet mit klaren Zielen für mehr Bürgerbeteiligung
Neuer Polizeibeirat für die Kreispolizeibehörde Wuppertal konstituiert sich
Am 17. März 2026 trat der neu gegründete Polizeibeirat der Kreispolizeibehörde Wuppertal zu seiner ersten Sitzung zusammen. Das Gremium soll die Kommunikation zwischen Polizei, Kommunalverwaltung und Bürgerschaft verbessern und bei wichtigen Entscheidungen, die die Region betreffen, beraten.
Der Beirat setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen, die von den Stadträten Wuppertals, Remscheids und Solingens benannt wurden. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Polizeipäsidentin in Fragen zu beraten, die für die Bürgerinnen und Bürger sowie die lokale Politik von Bedeutung sind. Zudem müssen sie bei größeren Vorhaben – etwa Umstrukturierungen von Polizeidienststellen, neuen Infrastrukturprojekten oder sozialer Dienstleistungen – angehört werden.
In der konstituierenden Sitzung wurde Hans-Hermann Lücke aus Wuppertal zum Vorsitzenden gewählt. Die Arbeit des Beirats beschränkt sich nicht auf reine Beratung: Er soll auch Anliegen und Vorschläge aus der Bevölkerung sammeln, um die Polizeistrategien mitzugestalten.
Seit 2020 wurden in mindestens fünf weiteren nordrhein-westfälischen Polizeibehörden – darunter Düsseldorf, Köln, Dortmund und Essen – ähnliche Gremien eingerichtet. Ziel dieser Beiräte ist es, Transparenz zu erhöhen, Rassismus entgegenzuwirken und das Vertrauen zwischen Polizei und Bevölkerung zu stärken. Gleichzeitig sollen sie gesellschaftliche Spaltungen und das sinkende Vertrauen in die Sicherheitsbehörden thematisieren.
Der neue Beirat wird sich dafür einsetzen, die Zusammenarbeit zwischen Polizei und lokalen Gemeinschaften zu intensivieren. Seine Empfehlungen werden Einfluss auf Entscheidungen zu Dienstleistungen, Infrastruktur und polizeilichen Schwerpunkten nehmen. Die erste Sitzung markiert den Beginn eines strukturierten Dialogs zwischen Behörden und Bürgerinnen und Bürgern.






