22 March 2026, 20:19

Müllgebühren in Münster steigen 2026 um fast sieben Prozent

Plakat mit Text, der den Zustand der Abfallentsorgung in den USA beschreibt, illustriert durch einen überquellenden Müllcontainer.

Müllgebühren in Münster steigen 2026 um fast sieben Prozent

Münsterer Haushalte müssen bald höhere Müllgebühren zahlen

Die Haushalte in Münster werden bald mit höheren Abfallentsorgungskosten belastet. Das städtische Abfallwirtschaftsunternehmen awm hat für 2026 eine Gebührenerhöhung um 6,95 Prozent angekündigt – die erste Anpassung seit vier Jahren. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeutet das rund 40 Cent mehr pro Monat.

Ursprünglich war eine Steigerung um 11 Prozent geplant, doch die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge auf der Zentraldeponie Münster-Coerde sanken. Dadurch verringerte sich der endgültige Anstieg um fast vier Prozentpunkte.

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Als Gründe für die Erhöhung nennt die awm steigende Personal-, Material- und Betriebskosten. Selbst Überschüsse aus früheren Gebühren und Einnahmen aus dem Verkauf von Recyclingmaterialien reichten nicht aus, um die Deckungslücke zu schließen. Auch bundesweit kämpfen Deponiebetreiber mit höheren Ausgaben für Füll- und Abdeckmaterialien, was die Müllentsorgung insgesamt teurer macht.

Die Gebühren decken nicht nur Rest- und Bioabfall ab, sondern finanzieren ein breites Leistungsspektrum. Dazu gehören die Sammlung von Papier und Wertstoffen, die Sperrmüllabfuhr, die Entsorgung von Grünabfällen, die Abholung großer Elektrogeräte sowie die Nutzung der Recyclinghöfe. Zudem steigen die Kosten für die Straßenreinigung 2026 um 9,35 Prozent. Die vollständige Reinigung von Wohnstraßen kostet dann 7,20 Euro pro laufendem Meter – 60 Cent mehr als bisher.

Für die kommenden Jahre rechnet die awm mit weiteren Erhöhungen von jeweils sieben Prozent für 2027 und 2028. Das Unternehmen betont, dass die Abfallstrategie Münsters weiterhin ein zentraler Baustein für Klimaschutz und Ressourcenschonung bleibt.

Die Gebührenanpassung 2026 bedeutet für die Bürger eine geringe monatliche Mehrbelastung. Für die beiden folgenden Jahre sind bereits weitere Steigerungen vorgesehen. Die Änderungen spiegeln die wachsenden finanziellen Herausforderungen wider, vor denen die Abfallwirtschaft in ganz Deutschland steht.

Quelle