14 April 2026, 18:12

Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit feierlicher Veranstaltung

Mahnmal für Holocaust-Opfer in einem Stadtplatz mit einem Baum, Topfpflanze, verstreuten Blättern und städtischem Hintergrund mit Gebäuden, Fahrzeugen und Bäumen.

Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit feierlicher Veranstaltung

In diesem Jahr jährt sich die Reichspogromnacht – ein gewaltsamer Pogrom, der sich in der Nacht vom 9. November 1938 ereignete – zum 87. Mal. Während der Ausschreitungen wurden jüdische Kulturstätten und Geschäfte zerstört, während unzählige Menschen in ganz Deutschland Schikanen, Übergriffen oder sogar Mord zum Opfer fielen. Eine Gedenkveranstaltung in Meerbusch wird nun der Opfer gedenken.

Am 9. November 2025 um 18:00 Uhr findet eine öffentliche Gedenkfeier am Mahnmal auf der Kemperallee in Lank-Latum statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird Bürgermeister Christian Bommers eine Rede halten, ergänzt durch Beiträge von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirche in Lank. Zudem gestaltet die Musikpädagogin Christiane Karagaschki das Programm musikalisch mit.

Das Mahnmal, geschaffen vom Künstler Christoph Willemsen Wiegmann, wurde 2003 errichtet, um an die Opfer der Reichspogromnacht zu erinnern. Darüber hinaus erinnern in Osterath und Lank-Latum verlegte Stolpersteine – kleine Messingtafeln im Boden – an das Schicksal lokaler Opfer.

Die Veranstalter laden alle Bürgerinnen und Bürger von Meerbusch herzlich ein, teilzunehmen. Die Gedenkfeier soll die Bedeutung des Erinnerns unterstreichen und gleichzeitig Toleranz sowie Menschlichkeit fördern.

Die Veranstaltung mahnt an die Gewalt, die während der Reichspogromnacht eskalierte. Indem die Gemeinschaft zusammenkommt, soll sichergestellt werden, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Das Mahnmal und die Stolpersteine bleiben als dauerhafte Zeichen des Gedenkens an diejenigen, die litten, bestehen.

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