28 March 2026, 12:13

Lehrerin 16 Jahre krankgeschrieben – doch sie arbeitete als Heilpraktikerin

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, mit Papieren an der Wand dahinter, trägt Schuhe.

Lehrerin 16 Jahre krankgeschrieben – doch sie arbeitete als Heilpraktikerin

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen sieht sich mit strafrechtlichen Vorwürfen konfrontiert, nachdem sie mehr als 16 Jahre lang durchgehend krankgeschrieben war. In dieser Zeit soll sie parallel als Heilpraktikerin in der Alternativmedizin tätig gewesen sein – und dabei weiterhin ihr volles Gehalt vom Land bezogen haben. Die Behörden haben nun Ermittlungen wegen möglichen Betrugs und Amtsmissbrauchs eingeleitet.

Die Pädagogin, die zuletzt 2009 regelmäßig im Schuldienst arbeitete, reichte ärztliche Atteste vor, die eine psychische Erkrankung bescheinigten. Dennoch soll sie weiterhin als Heilpraktikerin in der alternativen Medizin praktiziert haben. Im Fokus der Ermittlungen steht der Zeitraum von 2021 bis 2025. Bei einer Durchsuchung ihrer Duisburger Wohnung wurden Unterlagen und digitale Speichermedien beschlagnahmt.

Während ihrer langjährigen Abwesenheit wurde offenbar nie eine amtliche ärztliche Untersuchung angefordert. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sowohl die Lehrerin als auch eine Mitarbeiterin der Bezirksregierung Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt haben. Der Fall hat in Nordrhein-Westfalen zudem eine Debatte über strengere Kontrollen bei langandauernden oder wiederholten Krankschreibungen ausgelöst.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigte am Dienstag die Razzia und die laufenden Betrugsermittlungen – noch vor Berichten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die Lehrerin erhielt während ihrer gesamten Abwesenheit ihr volles Gehalt, was Fragen zur Aufsicht im Bildungssystem des Landes aufwirft.

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Die Ermittlungen zu den Aktivitäten der Lehrerin und zum Umgang mit ihrer Krankschreibung dauern an. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten Anklagen wegen Betrugs und Pflichtverletzung im Amt folgen. Nordrhein-Westfalen prüft derzeit Verfahren, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

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