20 June 2026, 10:08

Grünes Eisen aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ in der Stahlproduktion

Nucera liefert 1,4 GW-Anlage für das größte grüne Eisenprojekt in Australien

Grünes Eisen aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ in der Stahlproduktion

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grünes Eisen ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien soll die Stahlproduktion revolutionieren – mit einer Reduzierung der CO₂-Emissionen um 90 Prozent. Die ersten Exporte aus dem Werk sollen 2029 beginnen.

Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und hängt von einer finalen Investitionsentscheidung ab. PGS plant den Bau einer eigenen Elektrolyseuranlage, die von Thyssenkrupp Nucera beliefert wird. Dabei kommen skalierbare 20-Megawatt-Module zum Einsatz, um eine Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt zu erreichen.

In der ersten Phase wird die Anlage jährlich sieben Millionen Tonnen grüne Eisenpellets unter Verwendung von grünem Wasserstoff produzieren. Langfristig strebt PGS eine Ausweitung der Produktion auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Eisenschwamm) pro Jahr an.

Für Thyssenkrupp Nucera stellt dieser Deal einen bedeutenden Meilenstein dar. Das Unternehmen ist nun bevorzugter Technologielieferant für Projekte mit einer weltweiten Gesamtkapazität von über drei Gigawatt. Finanzielle Auswirkungen werden jedoch erst im Geschäftsjahr 2026/27 erwartet.

Die ersten Exporte sind für 2029 vorgesehen, vorbehaltlich der endgültigen Genehmigungen. Das Projekt zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen in der Stahlherstellung drastisch zu senken. Die Beteiligung von Thyssenkrupp Nucera festigt zudem dessen Position auf dem Markt für grünen Wasserstoff.

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