Finanzkrise droht: Warum Rettungseinsätze ohne Transport vor dem Kollaps stehen
Adeline SchmiedeckeFinanzkrise droht: Warum Rettungseinsätze ohne Transport vor dem Kollaps stehen
Rettungsdienste warnen vor einer Finanzierungskrise bei Notfalleinsätzen, bei denen Patienten nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Diese sogenannten Notfälle ohne Transport spielen eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen, doch ihre Zukunft steht auf dem Spiel. Ohne eine Lösung droht dem System ein Fehlbetrag in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro.
Von nicht-transportbedingten Einsätzen spricht man, wenn Rettungssanitäter Patienten vor Ort behandeln, ein Krankenhausbesuch aber nicht erforderlich ist. Solche Einsätze sind ein zentraler Bestandteil der Notfallversorgung – sie stellen sicher, dass Menschen Hilfe erhalten, ohne unnötige Krankenhausfahrten in Kauf nehmen zu müssen. Doch Krankenkassen und lokale Dienstleister streiten sich darüber, wer die Kosten tragen soll.
Eine direkte Abrechnung mit den Patienten wurde als ungerecht und undurchführbar verworfen. Behörden argumentieren, dass dies zu übermäßigem Bürokratieaufwand führen und die Kosten in die Höhe treiben würde. Deutlich sinnvoller wäre es, so die Experten, das Sozialgesetzbuch zu ändern, um diese Leistungen darin zu verankern.
Die aktuelle Pattsituation birgt die Gefahr, dass Patienten aus Sorge vor Kosten Notrufnummern später oder gar nicht kontaktieren. Die Verantwortlichen drängen auf ein einheitliches, langfristiges Finanzierungsmodell, um dies zu verhindern. Ohne Gegenmaßnahmen könnte die finanzielle Lücke die Rettungsdienste im ganzen Land destabilisieren.
Der Streit um die Finanzierung bringt die Notfalldienste in eine prekäre Lage. Eine gesetzliche Regelung würde die Zukunft der Einsätze ohne Transport sichern und verhindern, dass Patienten vor schwierige Entscheidungen gestellt werden. Bis dahin bleibt das System unter Druck, während die Verhandlungen weitergehen.






