22 March 2026, 02:08

BP kämpft mit Umstrukturierung und Rekord-Ölpreisen über 110 Dollar pro Barrel

Balkendiagramm, das die Wertminderungen von Aktiengesellschaften zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

BP kämpft mit Umstrukturierung und Rekord-Ölpreisen über 110 Dollar pro Barrel

BP beschleunigt interne Umstrukturierung – Ölpreis steigt auf fast 112 Dollar pro Barrel

Der Ölmulti BP treibt seine interne Umstrukturierung voran, während die Ölpreise auf nahezu 112 Dollar pro Barrel klettern. Der jüngste Anstieg folgt auf schwere Schifffahrtsblockaden in der Straße von Hormus, die globale Lieferketten massiv beeinträchtigen. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert – von Arbeitskonflikten bis hin zu einem schrumpfenden Börsenwert.

Anfang 2025 hatte BP ein umfassendes Restrukturierungsprogramm gestartet, um Kosten zu senken und die Geschäftsabläufe effizienter zu gestalten. Seither ist der Marktwert des Konzerns um etwa 15 Prozent eingebrochen: von 95 Milliarden Dollar im März 2025 auf 81 Milliarden Dollar ein Jahr später. Verantwortlich für den Rückgang sind gesunkene Ölpreise aufgrund von Überangebot, die Konkurrenz durch Erneuerbare-Energien-Unternehmen sowie strengere Emissionsvorschriften in Europa und den USA.

Bis 2027 will BP nun die strukturellen Kosten um 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar reduzieren. Parallel dazu plant das Unternehmen, bis zu diesem Zeitpunkt Vermögenswerte im Wert von 20 Milliarden Dollar zu veräußern – wobei bereits über 11 Milliarden Dollar gesichert sind. Ein zentraler Verkauf betrifft die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen, die jährlich 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Die Klesch Group übernimmt den Standort, entlastet BP damit von bis zu 1,7 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten und übernimmt rund 1.800 Mitarbeiter.

Auch die Arbeitskonflikte spitzen sich zu: Nach gescheiterten Tarifverhandlungen sperrte BP rund 800 gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte der Whiting-Raffinerie im US-Bundesstaat Indiana aus. Der Schritt erhöht den Druck auf das Unternehmen, das gleichzeitig um die Stabilisierung seiner Betriebsabläufe ringt.

Entlastung kommt vonseiten der US-Regierung, die eine 60-tägige Ausnahmegenehmigung vom Jones Act erteilte, um die angespannten Lieferketten zu entlasten. Finanzanalysten reagieren mit vorsichtiger Zuversicht: Die HSBC stufte die BP-Aktie von "Reduce" auf "Hold" hoch und erhöhte das Kursziel – der Verkauf der Raffinerie werde als positiver Schritt gewertet.

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BP setzt seine Umstrukturierung fort, während es sich zwischen steigenden Ölpreisen, Vermögensverkäufen und operativen Herausforderungen behaupten muss. Der Konzern bleibt darauf fokussiert, die Kosten zu drücken und die finanzielle Position bis 2027 zu stärken. Analysten und Aufsichtsbehörden beobachten genau, wie sich diese Maßnahmen langfristig auf die Stabilität des Unternehmens auswirken werden.

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