Thüringens Freilichtmuseen trotzen Spritpreis-Rekorden mit neuen Attraktionen und Festivals
Adeline SchmiedeckeBeeinflusst der Spritpreis den Besuch von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen trotzen Spritpreis-Rekorden mit neuen Attraktionen und Festivals
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz wachsender Sorgen über steigende Spritpreise
Während der Konflikt im Iran die Preise für Benzin und Diesel auf Rekordniveau treibt, befürchten ländliche Attraktionen in Thüringen rückläufige Besucherzahlen. Doch mit neuen Ausstellungen, Festivals und verbesserten Verkehrsanbindungen hoffen die Museen, im Frühling und Sommer wieder mehr Gäste anzulocken.
Die Saison startet am 28. März, wenn das Freilichtmuseum Hohenfelden seine Hauptfläche wiedereröffnet. Bis Ende Mai entsteht zudem ein neues Besucherzentrum mit modernisierten Einrichtungen. Das größte Freilichtmuseum Thüringens kämpft seit Langem mit Erreichbarkeitsproblemen – ohne Auto ist die Anreise schwierig, und die explodierenden Spritkosten könnten viele abschrecken.
In der Nähe hat das Kloster Veßra seine Ausstellungen überarbeitet und alte Stallungen neu genutzt. Musik steht in diesem Jahr besonders im Fokus, neben bewährten Formaten wie dem Handwerkertag und dem Thüringer Käsemarkt. Das Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen öffnet trotz jüngster Haushaltsengpässe zu Ostern und lädt zu einer Oster-Eiersuche, einem Café und späteren Veranstaltungen wie einer Nachstellung der Völkerwanderungszeit ein.
In Rudolstadt öffnen die Thüringer Bauernhäuser am 1. April mit Verbesserungen, darunter ein restauriertes Eingangstor und eine leistungsstarke Kaffeemaschine. Geplant sind das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kino, Sommertheater und die Rudolstädter Sommerkonzerte. Um die Anreise zu erleichtern, startet ab Ostern ein Wochenend-Busshuttle ab Erfurt.
Weitere Highlights sind der Schäfertag, das erweiterte Museumsfest und das Funkenburg-Festival. Doch mit Dieselpreisen von bis zu 2,29 Euro pro Liter – 54,5 Cent teurer als vor dem Iran-Konflikt – fürchten die Museen, dass weniger Familien den Weg auf sich nehmen.
Die Einrichtungen haben in neue Attraktionen und Verkehrsangebote investiert, um die gestiegenen Reisekosten auszugleichen. Weinfeste, Theater und historische Nachstellungen finden wie geplant statt. Doch wie stark die Rekord-Spritpreise die Besucherzahlen in dieser Saison beeinflussen werden, bleibt ungewiss.






