24 June 2026, 20:07

Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro durch radikale Haushaltskürzungen

Wo und mit wem die Stadt Bergisch Gladbach spart

Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro durch radikale Haushaltskürzungen

Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro durch umfassende Haushaltskürzungen

Die Stadt Bergisch Gladbach hat durch weitreichende Einsparungen 3,8 Millionen Euro eingespart und damit ihr Ziel für 2026 sowie die beiden folgenden Jahre übertroffen. Dies gelang vor allem durch die Reduzierung von Betriebs- und Personalkosten. Offizielle Stellen bestätigten, dass es keine Entlassungen geben werde, einige Stellen jedoch schrittweise abgebaut werden.

Die Verwaltung kürzte die Betriebskosten um 1,3 Millionen Euro und die Personalkosten um 2,5 Millionen Euro. Die Einsparungen resultieren aus 100 einzelnen Maßnahmen, darunter Kürzungen bei der Unterbringung von Geflüchteten, im Marketing, in der Jugendkultur und bei der Feuerwehr. Die größte Einzelkürzung in diesem Jahr beträgt 371.000 Euro durch die Schließung des Standorts Hermann-Löns-Halle, der bisher für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt wurde.

Bürgermeister Kreutz sagte Kürzungen in Höhe von 464.000 Euro aus dem eigenen Bereich für die kommenden Jahre zu. Weitere Einsparungen ergeben sich aus der Beendigung von Altersteilzeitvereinbarungen (jährlich 236.000 Euro) sowie aus der Bearbeitung von Beförderungen im Beamtenbereich nur noch zweimal pro Jahr (32.000 Euro). Eine einmalige Ersparnis von 1,7 Millionen Euro entsteht durch die Beschränkung der Übertragung nicht genutzter Urlaubstage.

Zudem plant die Stadt, den Versicherungsschutz zu reduzieren und damit mehr Risiko zu tragen. Offene Stellen sollen zunächst intern ausgeschrieben werden, und befristete Verträge werden strenger geprüft. Freie Positionen dürfen erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten besetzt werden. Schulen, Straßeninstandhaltung und das Gelände der ehemaligen Zanders-Papierfabrik wurden von den Kürzungen ausgenommen – insgesamt bleiben 42 Millionen Euro in „geschützten Bereichen“ unangetastet.

Kleinere Einsparungen umfassen 13.600 Euro durch die Begrenzung von Dolmetscherdiensten in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Budgets für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit wurden in mehreren Ämtern gekürzt, während die Feuerwehr mehr als 300.000 Euro einsparen muss.

Der Stadtrat strebt an, in diesem Jahr 1,35 Millionen Euro und in den Folgejahren jährlich über 1,6 Millionen Euro zu sparen. Es wird keine Mitarbeiter entlassen, doch 12 neue und 7 bestehende Stellen werden schrittweise abgebaut. Die Maßnahmen sichern, dass Bergisch Gladbach seine finanziellen Ziele ohne unmittelbare Arbeitsplatzverluste erreicht.

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