25 April 2026, 14:15

Zufit Simon revolutioniert mit The Fight Club den zeitgenössischen Tanz

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in energischen, synchronen Posen.

Zufit Simon revolutioniert mit The Fight Club den zeitgenössischen Tanz

Zufit Simon, eine in Israel geborene Tänzerin und Choreografin, prägt seit 25 Jahren den zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Ihr neuestes Werk, The Fight Club, wird am 23. April das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover eröffnen. Die Produktion markiert einen weiteren kühnen Schritt in einer Karriere, die von Innovation und Beharrlichkeit geprägt ist.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit vier Jahren begann Simon mit klassischem Ballett, doch im Laufe der Zeit entwickelte sich ihr Schaffen hin zu experimentellen und grenzenüberschreitenden Performances. 2005 erhielt ihr Solo fleischlos den dritten Preis als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig.

Bis 2019 führte sie mit Foams radikale Neuerungen ein, indem sie unchoreografierte Bewegungen, Stimmarbeit und technische Verzerrungen verband. In dieser Phase verlagerte sich ihr künstlerischer Fokus zunehmend auf Themen wie Kampf und männliche Energie – ein Prozess, der in The Fight Club gipfelt.

Doch ihre Laufbahn war nicht ohne Hindernisse. Das LOT Theater, eine wichtige Spielstätte für ihre Uraufführungen, schloss 2024 aus finanziellen Gründen. Bereits 2016 hatte das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Arbeit gestrichen. Trotz dieser Rückschläge fand sie früh Unterstützung in Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihre Stücke von Anfang an produzierte.

2025 wurde Simon mit dem Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet – und das bereits mit 45 Jahren.

The Fight Club feiert beim Best OFF Festival in Hannover Premiere und unterstreicht Simons anhaltenden Einfluss auf den unabhängigen Tanz. Ihre Karriere steht für künstlerischen Wagemut und die Realitäten einer prekären Kunstlandschaft. Mit dieser Aufführung festigt sie ihren Ruf als eine der prägendsten Stimmen der zeitgenössischen deutschen Choreografie.

Quelle