Wie Field Target 1999 seinen Siegeszug in Deutschland begann
Deutschlands erste Field-Target-Meisterschaft fand im Mai 1999 beim Leipziger Schützenverein statt. Eine deutsche Delegation, darunter der Biologieprofessor Volker Blüm, hatte zuvor die Midland Game Fair in England besucht, um sich über die Sportart zu informieren.
Blüm, Professor aus Bochum, entwarf den ersten deutschen Field-Target-Parcours. Für das Turnier stellten führende Hersteller wie Anschütz, Diana, Feinwerkbau, Walther und Weihrauch Luftgewehre zur Verfügung. Anschütz fertigte vermutlich auch die erste spezielle Field-Target-Luftdruckwaffe Deutschlands, die Anschütz 2020 FT.
Die ersten Trainings für die neue Disziplin begannen auf dem Schießstand Schroppberg bei Hagen, später verlagerten sie sich nach Dorsten. Um das wachsende Interesse zu unterstützen, importierte H&N 50 schwere Stahlscheiben aus England für die neuen Enthusiasten.
Ende 2000 gelang es Blüm, Fritz Gepperth davon zu überzeugen, Field Target in den Bund Deutscher Schützen (BDS) zu integrieren. Kurze Zeit später wurde in Düsseldorf der Erste Deutsche Field-Target-Club 2000 gegründet. Die Satzung des Vereins sah eine Initiative namens „Schützen-Förderung“ vor, die neuen Clubs und Abteilungen beim Aufbau helfen sollte.
Mit der offiziellen Anerkennung durch den BDS Ende 2000 war der Grundstein für die Verbreitung von Field Target in Deutschland gelegt. Hersteller und Importeure stellten die notwendige Ausrüstung bereit, um die junge Disziplin nachhaltig zu etablieren.
