29 April 2026, 14:15

Weihnachtsgeld 2024: Nur jeder Zweite profitiert – doch die Unterschiede sind enorm

Eine Liniendiagramm-Illustration der Löhne in den Vereinigten Staaten mit begleitendem Text.

Weihnachtsgeld für alle - breite Spanne - Weihnachtsgeld 2024: Nur jeder Zweite profitiert – doch die Unterschiede sind enorm

Nur etwas mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer erhielt 2024 ein Weihnachtsgeld – doch die Höhe der Zahlungen unterschied sich je nach Branche stark. In einigen Sektoren gab es ein volles zusätzliches Monatsgehalt, doch rechtlich verpflichtet sind Arbeitgeber zu solchen Sonderleistungen nicht.

Besonders auffällig war die Spanne in Nordrhein-Westfalen: Während Beschäftigte in der chemischen Industrie mit 130 Prozent eines Monatsgehalts die großzügigsten Zahlungen erhielten, bekamen Angestellte in der Landwirtschaft mit nur 255 Euro am wenigsten.

In mehreren Branchen war ein volles 13. Monatsgehalt – also 100 Prozent eines Monatseinkommens – üblich. Dazu zählten Teile der Energiewirtschaft, die Süßwarenproduktion, die Deutsche Bahn, Banken, bestimmte Textilregionen sowie private Transport- und Logistikunternehmen.

Doch die Zahl der Arbeitnehmer, die unter Tarifverträge fallen, sinkt kontinuierlich. Bundesweit waren 2024 nur noch 49 Prozent der Beschäftigten tarifgebunden – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren. Nordrhein-Westfalen lag mit 55 Prozent leicht darüber, doch auch hier war der Wert seit 2018 (damals 60 Prozent) gesunken.

Da nur 52 Prozent der Arbeitnehmer deutschlandweit Weihnachtsgeld erhielten, bleibt die Tradition uneinheitlich. Die Unterschiede zwischen den Branchen zeigen, wie stark die Tarifbindung die Zusatzleistungen prägt. Doch mit schwindender Tarifabdeckung können immer weniger Beschäftigte auf solche Extra-Zahlungen zählen.

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