Wasserstoffbranche in der Krise: ITM Power und Nel ASA kämpfen mit Rückschlägen
Oswin MargrafWasserstoffbranche in der Krise: ITM Power und Nel ASA kämpfen mit Rückschlägen
Wasserstoffunternehmen stehen diese Woche vor neuen Herausforderungen. Die Aktie von ITM Power gab nach, nachdem das Unternehmen keine neuen Erfolge vorweisen konnte. Gleichzeitig kämpft der norwegische Konzern Nel ASA weiterhin mit schwacher Nachfrage und rückläufigen Umsätzen – auch wenn sich der Aktienkurs knapp über dem Rekordtief halten konnte.
Am Montag verlor die ITM-Power-Aktie 2,1 Prozent und schloss bei 0,73 Euro. Anleger reagierten enttäuscht darauf, dass das Unternehmen in seinen Wasserstoffprojekten keine aktuellen Fortschritte präsentieren konnte.
Auch Nel ASA, ein weiterer wichtiger Akteur in der Branche, hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert auf Wasserstofftechnologie, doch schwache Auftragseingänge und schrumpfende Erlöse belasten die Performance. Dennoch blieb der Aktienkurs stabil – wenn auch nur knapp über dem Allzeittief von 0,17 Euro.
In Deutschland gibt es ebenfalls Probleme: Die Stadtwerke Bielefeld haben mit ihren wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeugen zu kämpfen. Die Fahrzeuge zeigen unzuverlässige Leistungen, und es herrscht Treibstoffmangel. Trotz dieser Rückschläge bleibt die Stadt optimistisch und bezeichnet die Herausforderungen als Anlaufschwierigkeiten, nicht als langfristige Mängel.
Der Kursrückgang von ITM Power spiegelt die anhaltenden Probleme im Wasserstoffsektor wider. Bielefelds Beharrlichkeit deutet jedoch auf Vertrauen in die Technologie hin – auch wenn praktische Hürden bleiben. Die relative Stabilität der Nel-ASA-Aktie wiederum zeigt, dass einige Anleger trotz finanzieller Belastungen noch Geduld mitbringen.