18 April 2026, 08:10

Von der Flucht zum Neuanfang: Wie Geflüchtete in Bergisch Gladbach heimisch wurden

Plakattext lautet "Flüchtlinge können Gebührenbefreiungen für über 1000 Coursera-Kurse erhalten und schließen sich lokalen Studenten in geführten Diskussionen an" mit Menschen, die Taschen tragen, wahrscheinlich Flüchtlinge.

Von der Flucht zum Neuanfang: Wie Geflüchtete in Bergisch Gladbach heimisch wurden

"Angekommen – Erlebnisse und Leben in Deutschland/Schildgen": Eine Veranstaltung über Flucht, Neuanfang und Integration

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Am 28. November findet im Himmel un Ääd in Bergisch Gladbach eine neue Veranstaltung mit dem Titel "Angekommen – Erlebnisse und Leben in Deutschland/Schildgen" statt. Zwei Geflüchtete berichten von ihren persönlichen Wegen, darunter Habte Abrahle, der aus Eritrea floh und sich in Deutschland ein neues Leben aufbaute. Der Abend stellt zudem die laufende Fotoausstellung "Angekommen" vor, die Porträts von Geflüchteten zeigt, die heute in der Region leben.

Habte Abrahles Weg nach Deutschland begann mit einer lebensgefährlichen Durchquerung der Sahara. Eingepfercht in einen überfüllten Lastwagen, mit kaum Nahrung oder Wasser, erreichte er schließlich Europa. Nach seiner Ankunft in Bergisch Gladbach im Jahr 2015 verbrachte er acht Monate in einem Zelt und weitere vier in einem Frachtcontainer.

Die ersten Jahre waren hart. Während er sich auf sein B1-Deutsch-Zertifikat vorbereitete, schickte er Geld an seine Familie in Eritrea und Äthiopien. Rassismus war eine weitere Hürde, doch er ließ sich nicht entmutigen – heute sagt er, dass ihn diese Probleme nicht mehr belasten.

Ein Wendepunkt war seine Teilnahme an "Welcome to Schildgen", einer lokalen Initiative. Über das Programm besuchte er einen Deutschkurs und lernte einen Ehrenamtlichen kennen, der ihm vier Jahre lang ein Zimmer vermietete. Später absolvierte er Praktika als Bäcker und als Greenkeeper auf einem Golfplatz, wo er inzwischen eine feste Anstellung hat.

2021 konnte endlich seine Frau zu ihm nach Deutschland nachziehen. Mittlerweile hat das Paar drei gemeinsame Kinder. Obwohl sein Deutsch besser geworden ist, möchte Abrahle die Sprache weiterlernen.

Die Ausstellung "Angekommen" ist noch bis zum 6. Dezember im Himmel un Ääd zu sehen und zeigt unter anderem Fotos von Abrahle und anderen Geflüchteten. Ihre Geschichten werden bei der Veranstaltung am 28. November ausführlicher vorgestellt.

Die Veranstaltung am 28. November bietet einen tieferen Einblick in die Herausforderungen und Erfolge von Geflüchteten wie Habte Abrahle. Sein Weg – von der Flucht aus Eritrea bis zum Aufbau eines stabilen Lebens in Deutschland – steht für persönliche Widerstandsfähigkeit und die Unterstützung durch die Gemeinschaft. Die Ausstellung und die Diskussion möchten diese Erfahrungen bis zu ihrem Ende am 6. Dezember einer breiten Öffentlichkeit näherbringen.

Quelle