31 May 2026, 06:10

Tim Raues brutale Jugend bei den 36 Boys – von Gewalt zu Stolz

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raues brutale Jugend bei den 36 Boys – von Gewalt zu Stolz

Tim Raue, heute 52, gehörte einst zu einer der berüchtigtsten Straßenbanden Berlins. Mit 14 bis 16 Jahren war er Mitglied der 36 Boys in Kreuzberg – einer Gruppe, die für ihre brutalen Auseinandersetzungen und strengen Ehrenkodizes bekannt war. Seine Zeit in der Bande hinterließ sowohl körperliche als auch seelische Narben, darunter eine Gesichtsverletzung, die er bis heute mit Stolz trägt.

Raue schloss sich den 36 Boys auf der Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit an. Der Ruf der Bande nach Gewalt und bedingungsloser Loyalität zog ihn an, trotz der damit verbundenen Gefahren. Schlägereien mit verfeindeten Gruppen waren an der Tagesordnung, und von den Mitgliedern wurde erwartet, dass sie sich unter allen Umständen behaupteten.

Die Aufnahme in die Bande war grausam. Neulinge mussten sich zwei Mitgliedern in einem dreiminütigen Kampf stellen. Raue hielt zwar keine vollen drei Minuten durch, weigerte sich aber zu fliehen – ein Beweis für seinen Durchhaltewillen. Die Prügel hinterließen eine dauerhafte Narbe im Gesicht, die er heute als Mahnmal jener Zeit trägt.

Jahre später gibt Raue zu, dass er während der Kämpfe oft die Flucht ergreifen wollte, seine Angst jedoch nie zeigte. Er versteht die Mentalität, nicht zurückzuweichen – auch wenn er Gewalt heute ablehnt. Die Geschichte der Bande wurde später vom Journalisten Paul Christoph Gäbler in dem Buch 36 Boys: Wie eine Kreuzberger Bande zur Legende wurde dokumentiert und hält die ungeschönte Realität ihrer Welt fest.

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Raues Zeit bei den 36 Boys prägte einen Teil seines Lebens und hinterließ sowohl körperliche als auch psychische Spuren. Obwohl er Gewalt heute verwirft, spiegeln seine Erfahrungen die harte Loyalität und die Überlebensinstinkte der Bandenkultur im Berlin der 1980er-Jahre wider. Das Buch über ihre Geschichte sorgt dafür, dass das Erbe der Bande – und die Lehren daraus – nicht in Vergessenheit geraten.

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