Tim Mälzer: Vom Digital-Muffel zum Social-Media-Profi in vier Jahren
Kilian SchlosserTim Mälzer: Vom Digital-Muffel zum Social-Media-Profi in vier Jahren
Tim Mälzer ist seit langem ein bekanntes Gesicht im deutschen Fernsehen und unterhält sein Publikum mit Kochsendungen und seiner direkten Art. Trotz seines Erfolgs hat der Starkoch sich stets offen über seine Schwierigkeiten mit digitaler Technik geäußert – und damit bei Fans wie Kritikern gemischte Reaktionen ausgelöst.
2020 gab Mälzer zu, noch nie eine E-Mail verschickt oder Emojis genutzt zu haben; sein Smartphone diente ihm bis dahin nur zum Telefonieren. Seine begrenzten Digitalkenntnisse sorgten für Gesprächsstoff, besonders als er verriet, dass er lieber per Hand schreibt. Selbst einfache Aufgaben wie Tippen bereiteten ihm Probleme – was in einer aktuellen Fernsehsendung deutlich wurde, als er gegen eine 85-jährige Frau antrat, die in zwei Minuten 910 Anschläge schaffte.
Doch seitdem hat Mälzer spürbare Fortschritte gemacht. 2021 entdeckte er die Möglichkeiten des Smartphones für sich und begann, Rezepte auf Instagram zu teilen und sich online mit Fans auszutauschen. 2022 startete er seinen Podcast Mälzers Märchenstunde, für dessen Produktion digitale Kenntnisse nötig waren. Vier Jahre später hat sich sein Repertoire weiter erweitert: Er schneidet mittlerweile Videos, streamt live auf YouTube und nutzt sogar KI-gestützte Rezept-Apps. Sprachnachrichten auf WhatsApp gehören inzwischen zu seinem Kommunikationsalltag.
Seine sich wandelnde Beziehung zur Technik ist nicht unbemerkt geblieben. Während einige Zuschauer seine Offenheit und schrittweise Anpassung schätzen, kritisieren andere, dass seine Gewohnheiten für eine Person des öffentlichen Lebens veraltet wirken.
Vom selbsternannten Digital-Muffel zum versierten Content-Creator: Mälzers Weg zeigt einen langsamen, aber stetigen Wandel. Seine Lernbereitschaft hat die Art verändert, wie er mit seinem Publikum interagiert – auch wenn er beim handschriftlichen Schreiben seiner traditionellen Herangehensweise treu bleibt. Die Geschichte des Kochs schreibt sich weiter, während er zwischen Bewährtem und den Anforderungen der digitalen Welt balanciert.






