Textile Factory 7.0: Wie Deutschland die Modebranche klimaneutral revolutioniert
Angela DietzTextile Factory 7.0: Wie Deutschland die Modebranche klimaneutral revolutioniert
Ein großes neues Projekt will die deutsche Textil- und Modebranche in einen nachhaltigen, klimaneutralen Sektor verwandeln. Mit Textile Factory 7.0 (T7) sollen innovative Produktionsmethoden unter realen Bedingungen getestet und in großem Maßstab umgesetzt werden. Die Initiative vereint Forschung, Industrie und regionale Partner, um eine der weltweit umweltschädlichsten Branchen zu reformieren.
Die Mode- und Textilindustrie verursacht derzeit rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen – mehr als der internationale Flug- und Schiffsverkehr zusammen. T7 will diese Emissionen durch die Entwicklung eines kreislauffähigen und wirtschaftlich tragfähigen Produktionsmodells deutlich reduzieren. Im Fokus stehen vier zentrale Bereiche: Bedarfsgerechte Fertigung (On-Demand Manufacturing), Mikrofabrik-Konzepte (MicroFactory Engineering), Digitale Textilien (Digital Textiles) und Biosphäre (Biosphere).
Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Beteiligt sind führende Einrichtungen wie das Textil- und Bekleidungsforschungsinstitut der Hochschule Niederrhein und das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen. Auch Branchenverbände bringen sich in die Initiative ein.
Der offizielle Startschuss fällt am 19. März 2026 im Rahmen der Veranstaltung "Textiler Runde Tisch". Stand 13. März sind noch keine Unternehmen oder Pilotpartner bestätigt, da die Organisatoren weiterhin zur Teilnahme einladen. Ziel ist es, ein lokal verankertes, klimafreundliches Produktionssystem zu schaffen, das Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit verbindet.
Textile Factory 7.0 stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Umweltbelastung der Textilherstellung zu verringern. Die Arbeiten beginnen in Mönchengladbach, wobei die erste Phase nach dem Auftakt am 19. März anläuft. Bei Erfolg könnte das Projekt einen neuen Standard für nachhaltige Modeproduktion in Deutschland und darüber hinaus setzen.