Schiedsrichtergehälter in der Bundesliga steigen – doch internationale Ligen zahlen deutlich mehr
Angela DietzSchiedsrichtergehälter in der Bundesliga steigen – doch internationale Ligen zahlen deutlich mehr
Schiedsrichtergehälter im deutschen Fußball steigen – doch andere Topligen ziehen davon
Die Bezahlung von Schiedsrichtern im deutschen Fußball ist in den vergangenen fünf Jahren stetig gestiegen. Zwar hinken die Einkommen im Vergleich zu anderen europäischen Spitzenligen noch hinterher, doch auf allen Ebenen erhalten Unparteiische mittlerweile höhere Spielhonorare und Grundgehälter. Die Erhöhungen spiegeln die wachsenden Anforderungen wider, bleiben aber hinter den Steigerungen in England, Spanien und Italien zurück.
Zwischen 2021 und 2026 stiegen die Gehälter der Bundesliga-Schiedsrichter um etwa 25 bis 30 Prozent. Die durchschnittlichen Jahreseinkommen kletterten von 150.000–200.000 Euro auf 200.000–260.000 Euro. Dieser Anstieg fällt jedoch geringer aus als in der Premier League, wo die Bezüge um 40 Prozent auf nun 300.000–400.000 Pfund stiegen, in La Liga mit einem Plus von 35 Prozent (250.000–350.000 Euro) oder in der Serie A mit 30 Prozent mehr (220.000–300.000 Euro). Immerhin übertrifft die Entwicklung in Deutschland noch das Wachstum in der Ligue 1, wo die Gehälter um 20 Prozent stiegen.
In der Bundesliga beginnen Schiedsrichter mittlerweile mit einem Mindestgrundgehalt von 60.000 Euro. Nach fünf Jahren Erfahrung steigt dieses auf 70.000 Euro. Spitzenreferees der "Ersten Klasse" können bis zu 80.000 Euro jährlich verdienen – zuzüglich 6.000 Euro pro Spiel. Ihre Assistenten erhalten 40.000 Euro Jahresgehalt und 1.500 Euro pro Partie.
In der 2. Bundesliga liegen die Grundgehälter bei 40.000 Euro im Jahr, hinzu kommen 3.000 Euro pro Spiel. Die Assistenten verdienen 4.000 Euro jährlich sowie 1.150 Euro pro Einsatz. In der 3. Liga gibt es kein Festgehalt, Schiedsrichter erhalten stattdessen 750 Euro pro Spiel, ihre Assistenten 375 Euro.
Bei Champions-League-Spielen kassieren die Unparteiischen zwischen 6.000 und 7.000 Euro pro Partie.
Die Gehaltserhöhungen unterstreichen die wachsenden finanziellen Investitionen in den deutschen Schiedsrichterbereich. Dennoch bleiben die Bezüge hinter denen anderer großer europäischer Ligen zurück. Auf allen Ebenen erhalten die Offiziellen nun eine strukturierte Vergütung, wobei die Einkommen mit Erfahrung und Ligazugehörigkeit steigen.






