12 March 2026, 22:13

Sanimed plant Zukunftscampus in Ibbenbüren nach überstandener Finanzkrise

Das Johnson & Johnson Medical Companies-Gebäude mit Glaswänden und -türen, Text an der Wand, Steinen, Pflanzen und einem Baum auf der linken Seite unter einem klaren blauen Himmel.

Sanimed plant Zukunftscampus in Ibbenbüren nach überstandener Finanzkrise

Sanimed, ein führender Anbieter von Reha- und Medizintechnik, hat die schwere Finanzkrise überwunden. Das Unternehmen, das nun wieder auf solidem finanziellen Boden steht, kündigte Pläne für einen neuen "Zukunftscampus" in Ibbenbüren an. Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen – ein wichtiger Meilenstein nach Jahren des Umbaus.

2024 und 2025 durchlebte Sanimed eine existenzbedrohende Krise. Nach jahrelangen Verlusten gelang es dem Unternehmen 2025 erstmals, die Bilanz auszugleichen. Dieser Wandel folgte auf die Übernahme durch die Löwenstein Medical Group im Jahr 2021, die das Produktportfolio erweiterte und die Marktpräsenz stärkte.

Unter der Führung von Löwenstein steigerte Sanimed seinen Marktanteil bis 2025 um etwa 15 bis 20 Prozent. Treiber dieses Wachstums waren vor allem starke Verkäufe im Bereich Mobilitätshilfen und Atemtherapiegeräte, womit das Unternehmen Konkurrenten wie Ottobock und Mediq überflügelte. Branchenberichte von Statista und dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) bestätigen diesen Aufwärtstrend.

Der neue Campus in Ibbenbüren wird auf 16.000 Quadratmetern Büroflächen, ein Logistikzentrum und ein Flagship-Store vereinen. Die Anlage soll durch die Zentralisierung von Verwaltung und Logistik die Effizienz steigern und gleichzeitig Synergien mit anderen Standorten der Löwenstein-Gruppe schaffen.

Das Projekt unterstreicht Sanimeds Erholung und Wachstumsambitionen. Nach Fertigstellung wird der Campus die Logistik- und Kundenservice-Aktivitäten des Unternehmens unterstützen. Der Schritt spiegelt die gestärkte Position des Unternehmens in der deutschen Medizintechnik-Branche wider.

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