Rockstar Games feuert 31 Mitarbeiter nach Kritik an Arbeitsbedingungen
Adeline SchmiedeckeRockstar Games feuert 31 Mitarbeiter nach Kritik an Arbeitsbedingungen
Rockstar Games UK entlässt 31 Mitarbeiter nach interner Kritik an Arbeitsbedingungen
Rockstar Games UK hat 31 Mitarbeiter entlassen, nachdem diese Berichten zufolge in einem privaten Discord-Channel über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen gesprochen hatten. Sämtliche Betroffene waren Mitglieder der Gewerkschaft Verdi, was Bedenken hinsichtlich künftiger Mitarbeiterproteste im Unternehmen aufkommen lässt. Der Entwickler arbeitet derzeit an Grand Theft Auto VI, einem der mit Spannung erwarteten Spiele des Jahrzehnts.
Die Kündigungen erfolgten nach Vorwürfen des Mutterkonzerns Take-Two, die Mitarbeitenden hätten sich schwerwiegendes Fehlverhalten zuschulden kommen lassen. Laut Unternehmen habe die Gruppe vertrauliche Firmeninterna weitergegeben, was die Entlassungen rechtfertige. Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt – das Urteil könnte wegweisend für künftige Arbeitskonflikte in der Spielebranche sein.
Die Videospielindustrie, insbesondere in Deutschland, stand der Bildung von Betriebsräten lange skeptisch gegenüber. Doch mit dem Ende der Pandemie wuchs der Druck: Immer mehr Beschäftigte forderten bessere Arbeitsbedingungen und mehr Jobsecurity. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl organisierter Mitarbeitervertretungen im Land mehr als verdoppelt.
Als Reaktion auf die Entlassungen fordert Verdi mehr Transparenz, stärkeren Schutz vor ungerechtfertigten Kündigungen und klarere Aufstiegschancen. Die Gewerkschaft wirft Rockstar vor, mit den Maßnahmen Mitarbeiter davon abhalten zu wollen, offen über ihre Beschäftigungsverhältnisse zu sprechen.
Der anstehende Rechtsstreit wird zeigen, ob die Kündigungen berechtigt waren oder ob sie ein bedenkliches Präzedenzfall für Arbeitnehmerrechte setzen. Mit dem für November 2026 geplanten Release von Grand Theft Auto VI steht Rockstar Games zusätzlich unter Druck, die internen Konflikte zu lösen. Das Ergebnis könnte auch die breitere Arbeitsbewegung in der Spielebranche prägen.






