Rhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge
Angela DietzRhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge
Kriminalitätsrate im Rhein-Kreis Neuss sinkt zum dritten Mal in Folge
Im Rhein-Kreis Neuss sind die Kriminalitätszahlen zum dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden 28.790 Straftaten – ein Rückgang gegenüber 30.954 Delikten im Jahr 2024. Der Trend bestätigt eine stetige Abnahme, wobei auch die Stadt Meerbusch in diesem Zeitraum weniger Vorfälle verzeichnete.
Diebstahl blieb mit 40,2 Prozent aller gemeldeten Fälle die häufigste Straftat im Kreis. Allein in Meerbusch machten Diebstähle 39,5 Prozent der Delikte aus, gefolgt von anderen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch und Gewalttaten. Trotz des allgemeinen Rückgangs blieb die Aufklärungsquote mit 53,7 Prozent stabil und entspricht damit dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.
In Meerbusch selbst wurden 2.376 Straftaten registriert, was den Abwärtstrend fortsetzt. Die Aufklärungsquote der Stadt lag konstant bei 44,5 Prozent – leicht unter dem Kreisdurchschnitt. Landrätin Katharina Reinhold betonte, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Straftaten aufgeklärt werden konnten.
Bei den Tötungsdelikten gab es jedoch eine Verschiebung in der Aufklärungsquote. Im Jahr 2025 verzeichnete der Kreis 17 Tötungsdelikte, darunter 11 Versuche. Die Aufklärungsquote sank hier auf 70,6 Prozent – ein spürbarer Rückgang gegenüber 93,8 Prozent im Vorjahr. Sonderermittlungskommissionen wie die EK Asia und EK Debit spielten eine zentrale Rolle bei der Lösung mehrerer spektakulärer Fälle.
Insgesamt sind die Kriminalitätszahlen im Rhein-Kreis Neuss nun das dritte Jahr in Folge rückläufig. Diebstahl bleibt die häufigste Straftat, während die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten gesunken ist. Die Behörden konzentrieren sich weiterhin darauf, in anderen Deliktbereichen hohe Aufklärungsraten zu halten.