07 June 2026, 02:10

Pflegeversicherung: Höhere Beiträge für Kinderlose geplant – doch Experten warnen vor Folgen

Wirtschaftsberater: Lassen Sie Kinder nicht für die Altenpflege zahlen

Pflegeversicherung: Höhere Beiträge für Kinderlose geplant – doch Experten warnen vor Folgen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) prüft Pläne, die finanziellen Beiträge von kinderlosen Personen in der deutschen Pflegeversicherung zu erhöhen. Vorgesehen ist eine Anhebung des Zuschlags für Kinderlose von 0,6 auf 0,7 Prozent. Unterdessen hat der Ökonom Martin Werding Bedenken gegenüber umfassenderen Reformen geäußert, die Familien und Senioren betreffen könnten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Werding, der als wirtschaftspolitischer Berater tätig ist, kritisiert einen separaten Vorschlag, wonach erwachsene Kinder ihre Eltern bereits in einem früheren Stadium bei den Pflegekosten unterstützen müssten. Seine Argumentation: Kinder leisteten bereits erhebliche finanzielle Hilfe, was die Belastung für das staatliche Versicherungssystem verringere.

Neben seiner Ablehnung verschärfter Regeln für Familien spricht sich Werding dafür aus, den bestehenden Zuschlag für Kinderlose auszuweiten. Er schlägt vor, dass Personen mit weniger oder keinen Kindern im Rahmen der anstehenden Reformen stärker zur Finanzierung der Pflege beitragen sollten.

Gleichzeitig warnt er jedoch, dass höhere Kosten ältere Menschen davon abhalten könnten, Unterstützung bei den Sozialämtern zu beantragen. Diese Sorge kommt auf, während Politiker diskutieren, wie die Finanzierung für eine alternde Bevölkerung gesichert werden kann, ohne Familien oder schutzbedürftige Gruppen übermäßig zu belasten.

Die Regierung erwägt Änderungen bei der Pflegefinanzierung, darunter mögliche Erhöhungen für kinderlose Beitragszahler. Werdings Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit, unerwünschte Folgen für Familien und Senioren zu vermeiden. Jede Reform muss die Finanzierungslücken schließen, ohne dabei den Zugang zu bezahlbarer Pflege zu gefährden.

Quelle