30 March 2026, 04:09

Neue Fristen für Vermieter: Heizkostenverteiler und Rauchmelder müssen bis 2024 ausgetauscht werden

Eine Liniengrafik, die den durchschnittlichen Kostenpreis pro Kilowattstunde elektrischer Energie im Bundesland im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Neue Fristen für Vermieter: Heizkostenverteiler und Rauchmelder müssen bis 2024 ausgetauscht werden

Neue gesetzliche Fristen für Vermieter und Mieter in Deutschland

Bis zum 31. Dezember 2024 müssen Vermieter in Mehrfamilienhäusern veraltete Verdunstungsröhren-Heizkostenverteiler durch moderne, elektronische und fernauslesbare Modelle ersetzen. Bei Nichteinhaltung drohen Mietminderungen oder Schadensersatzforderungen der Mieter.

Die überarbeitete Heizkostenverordnung von 2021 schreibt vor, dass Vermieter veraltete Heizkostenverteiler durch digitale Geräte austauschen müssen. Diese ermöglichen Mietern die Nachverfolgung, ob die Wärme aus einer Wärmepumpe oder einem Reserveheizsystem stammt. Aktuell erfüllen jedoch nur 61 Prozent der Mietobjekte in Nordrhein-Westfalen diese Vorgabe, wie lokale Hausverwalter berichten.

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Mieter haben klare Rechte bei Fristversäumnis: Gemäß § 556a BGB und der Heizkostenverordnung können sie korrigierte Heizkostenabrechnungen, Mietminderungen oder sogar Schadensersatz verlangen. Zudem müssen Vermieter jährlich detaillierte Angaben zu Energiepreisen und CO₂-Emissionen vorlegen.

Weitere Fristen stehen an: Rauchmelder, die 2016 installiert wurden, müssen bis Jahresende ausgetauscht werden, da ihre Lebensdauer auf zehn Jahre begrenzt ist. Zudem benötigen 2024 eingebaute Wärmepumpen in diesem Jahr eine Betriebsprüfung, die Effizienz, Dämmung und hydraulischen Abgleich umfasst. Diese Kontrollen sind alle zwei Jahre zu wiederholen.

Neue Vorschriften verlangen zudem Stromzähler für Wärmepumpen, um den Energieverbrauch transparent zu erfassen. So erhalten Mieter Klarheit über Energiequellen und Kosten.

Ziel der Änderungen ist die Steigerung der Energieeffizienz und die Stärkung der Mieterrechte in Mehrfamilienhäusern. Vermieter, die die vorgeschriebenen Zähler nicht einbauen oder Heizdaten vorenthalten, riskieren finanzielle Sanktionen. Mieter hingegen profitieren von besserer Verbrauchstransparenz und rechtlichen Handlungsmöglichkeiten bei Pflichtverstößen.

Quelle