Netzeband feiert seinen Kultursommer mit Theater, Musik und Naturidyll
Kilian SchlosserNetzeband feiert seinen Kultursommer mit Theater, Musik und Naturidyll
Netzeband: Ein kleines Dorf mit großem Kultursommer
Das beschauliche Dorf Netzeband pulsiert diesen Sommer vor kultureller Aktivität. Nur einen Steinwurf von der Kyritz-Ruppiner Heide entfernt – einem Refugium für 79 Vogelarten – erwacht die Gegend zum Leben, während der Regionalexpress 6 den örtlichen Bahnhof verlässt und Vogelgesang die Luft erfüllt. Der Theatersommer Netzeband ist in vollem Gange und lockt mit einem abwechslungsreichen Programm Besucher aus nah und fern.
Die Wurzeln des Festivals reichen bis zum Landschaftsarchitekten Horst Wagenfeld zurück. Er rettete einst die Dorfkirche und die Gaststätte – und legte damit den Grundstein für die heutigen kulturellen Veranstaltungen. Heute führt der Schauspieler, Regisseur und Dramatiker Frank Matthus die künstlerische Renaissance Netzebands an.
Matthus lernte den in den USA geborenen Tenor J. Warren Mitchell erstmals an der Kammeroper Rheinsberg kennen. Mitchell, von der lokalen Presse als „Stimme des jungen Pavarotti“ gefeiert, bereitet sich derzeit auf sein bevorstehendes Konzert in der Temnitz-Kirche vor.
Der Theatersommer Netzeband findet von Mitte Juni bis Ende August statt. Höhepunkt in diesem Jahr ist die große Freilichtaufführung von Dylan Thomas’ Hörspiel Unter dem Milchwald. Das Festival lebt vom Gemeinschaftsgeist und vereint professionelle Schauspieler mit begeisterten Laien aus der Region.
Hier verschmelzen Theater, Musik und Natur zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Besucher genießen Aufführungen im Klangteppich des Vogelgesangs und vor der malerischen Kulisse der Heide. Dank der Unterstützung von Künstlern und der Dorfgemeinschaft wächst das Festival stetig weiter.
