Münchner Kneipe verlangt 25 Euro für Erbrechen – ist das fair oder übertrieben?
Angela DietzMünchner Kneipe verlangt 25 Euro für Erbrechen – ist das fair oder übertrieben?
Eine Münchner Kneipe sorgt für Diskussionen, nachdem sie eine Gebühr von 25 Euro für die Reinigung nach Erbrechen durch Gäste eingeführt hat. Die Maßnahme fällt in die Zeit des Oktoberfests, des größten Volksfests der Welt, das jedes Jahr Millionen Besucher in die Stadt lockt. Während die Gebühr den Reinigungskräften mehr Wertschätzung entgegenbringen soll, fallen die Reaktionen im Netz gemischt aus.
Auf einem Schild in der Gaststätte heißt es, die Abgabe diene der Rücksichtnahme auf das Reinigungspersonal. Bisher hat jedoch keine andere Münchner Einrichtung eine solche Regelung offiziell übernommen. Im Ausland gibt es ähnliche Praktiken: Einige Lokale verlangen bis zu 100 Dollar für allgemeine Reinigungsarbeiten oder sogar 1.000 Dollar, wenn Gäste in einen Pool erbrechen.
Online gehen die Meinungen weit auseinander. Manche Nutzer in sozialen Medien halten die Gebühr für zu niedrig, andere zweifeln daran, ob das Geld tatsächlich bei den Reinigungskräften ankommt. Einige machen gar schlechte Küche statt übermäßigen Alkoholkonsums für die Übelkeit verantwortlich.
Das Oktoberfest selbst zieht Jahr für Jahr mehrere Millionen Menschen auf die Münchner Theresienwiese. Das Fest vereint Schausteller, Marktstände und Wirte, während Bier und Attraktionen für Stimmung sorgen.
Die 25-Euro-Gebühr bleibt vorerst eine Einzelmaßnahme in München. Sie unterstreicht die anhaltende Debatte über Verantwortung und Fairness in stark frequentierten Gaststätten. Ob andere Wirte nachziehen werden, bleibt abzuwarten.






