Mord in Krefeld: New Yorker-Mitarbeiter ersticht Filialleiter nach Mobbing-Vorwürfen
Kilian SchlosserMord in Modekette: Mitarbeiter gesteht - Mord in Krefeld: New Yorker-Mitarbeiter ersticht Filialleiter nach Mobbing-Vorwürfen
Ein 25-jähriger Mitarbeiter hat gestanden, seinen Filialleiter in einem New Yorker Modegeschäft in Krefeld 26-mal erstochen zu haben. Die Tat ereignete sich im Büro des 41-jährigen Opfers, das seinen Verletzungen erlag. Das Unternehmen zeigte sich tief erschüttert über den tödlichen Vorfall. Der Verdächtige, ein afghanischer Staatsbürger, war erst seit drei Monaten auf Minijob-Basis in der Filiale beschäftigt. Für 42 Arbeitsstunden im Monat erhielt er einen Stundenlohn von 13,50 Euro. Bei seiner Vernehmung gab er an, der Filialleiter habe ihn gemobbt – was schließlich zu dem gewaltsamen Ausbruch geführt habe. Ein vom Gericht bestellter Psychiater untersuchte den Angestellten und diagnostizierte eine schwere psychische Erkrankung. Der Gutachter kam zu dem Schluss, dass der Mann zum Zeitpunkt der Tat vermutlich nicht schuldfähig war. Daraufhin droht ihm nun eine unbefristete Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung im Rahmen einer Sicherungsverwahrung. Die Verhandlung wird kommenden Mittwoch fortgesetzt. New Yorker verurteilte die Tat in einer Stellungnahme, gab jedoch keine Änderungen bei Sicherheitsvorkehrungen, Personalauswahl oder Präventionsmaßnahmen nach dem Mord bekannt. Nächste Woche wird der Fall erneut vor Gericht verhandelt, um über die langfristige Unterbringung des Beschuldigten zu entscheiden. Der Vorfall wirft Fragen zur Arbeitssicherheit auf, doch konkrete Konsequenzen für die Unternehmensrichtlinien blieben bisher aus. Die Familie des Opfers und seine Kollegen suchen weiterhin nach Antworten auf die tragischen Ereignisse.






